Blaulicht

Bauarbeiter mit gefälschten Papieren

Schwarzarbeit Zoll
Symbolbild. © Hauptzollamt Stuttgart

Alfdorf.
Bereits in der vergangenen Woche haben Stuttgarter Zollbeamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit bei einer Prüfung in Alfdorf fünf georgische Bauarbeiter angetroffen, die sich illegal in der Bundesrepublik aufhielten. Die Beamten wollten in einem Neubaugebiet in Alfdorf Arbeiter zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragen und entdeckten dabei die Männer, die sich in einem Rohbau versteckt hatten.

Falsche Papiere

Die Bauarbeiter gaben zunächst an, dass sie aus Lettland kommen würden. Nachdem die Zöllner jedoch Fragebögen in lettischer Sprache vorlegten und diese von den Männern nicht verstanden wurden, erklärte einer der Arbeiter auf Russisch, dass sie alle Staatsangehörige des baltischen Landes mit der Hauptstadt Valetta (Anm. d. Red.: Valetta ist die Hauptstadt von Malta) seien. Weiterhin zeigt der Mann den Zöllnern auf seinem Mobiltelefon Fotos ihrer angeblichen litauischen Passpapiere. Bei der Überprüfung der Fotos kamen die Zollbeamten zu dem Schluss, dass es sich bei den abgebildeten Pässen augenscheinlich um Fälschungen handele.

Aufgrund der fehlenden Passpapiere sowie der geografischen und sprachlichen Ungereimtheiten, konfrontierten die Beamten die Männer mit dem Vorwurf, sich illegal in der Bundesrepublik aufzuhalten, und nahmen die Arbeiter vorläufig fest. Bei der Durchsuchung der Personen entdeckte der Zoll dann georgische Ausweise und Führerscheine. Die Männer wurden der Landespolizei übergeben und wegen illegalen Aufenthalts angezeigt. Gegen den Arbeitgeber der Männer leitete der Zoll ein Verfahren wegen illegaler Ausländerbeschäftigung ein.