Blaulicht

Betrüger versprechen hohe Gewinne

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Symbolbild. © pixabay.com (CCO Public Domain)
Waiblingen.
Die Polizei warnt vor folgender Betrugsmasche, die Kriminelle meist bei älteren Menschen anzuwenden versuchen. Betrüger werben mit sehr hohen Gewinnversprechen mit dem Ziel, gutgläubig Menschen mit sehr variablen und trickreichen Geschichten dazu bringen, Geld ins Ausland zu transferieren. Ein Senior aus dem Rems-Murr-Kreis ist solchen Betrügern ins Netz geraten. Diesen Fall nimmt die Polizei zum Anlass, um eindringlich vor solchen oder ähnlich strukturierten Betrügereien zu warnen. Die Methode scheint grundsätzlich immer die Gleiche: Vor der versprochenen Gewinnübergabe kommt es angeblich zu Komplikationen im Geschäftsprozess, weshalb Opfer im Vorfeld Geldzahlungen wegen angeblichen ausstehenden Gebühren leisten sollen. Im konkreten Fall erhielt der Senior im Juli diesen Jahres einen Anruf eines angelblichen Staatsanwalts, der den späteren Geschädigten einen Gewinn in Höhe von 450000 Euro in Aussicht stellte, welcher auf einer Schweizer Bank bereits zur Auszahlung bereit liege. In der Folge kam es zu weiteren Kontakten mit der "Schweizer Bank". Die angeblichen Sachbearbeiter waren auch mit fingierten Rufnummern und Email-Adressen für das Opfer in der Folgezeit erreichbar. Wegen angeblichen steuerlichen Ausstände und neuerlichen Hindernissen brachten die Betrüger den Senior dazu, mehrmals Zahlungen in die Türkei zu tätigen. Weil das Opfer die Betrugsabsicht nicht erkannte, jedoch seine Hausbank weitere Überweisungen ins Ausland verweigerte, wurden die weiteren Zahlungen persönlich an sogenannte Treuhändler übergeben. Ein "Bankangestellter der Schweizer Bank" brachte für ein anstehendes Aktiengeschäft den gutgläubigen Mann Anfang November dazu, zu einer weiteren und auch letzten Zahlung. Nach derzeitigen Recherchen ergaunerten die Betrüger bislang eine niedrige sechsstellige Summe. Die Polizei rät in derartigen Situationen zur besonderen Vorsicht: "Seien sie misstrauisch und kontaktieren Sie im Zweifelsfall Vertrauenspersonen, Bankangestellte oder die Polizei. Leisten Sie keinesfalls Zahlungen. Lassen Sie sich nicht von den Betrügern unter Druck setzten. Oft werden auch den Opfern Vorschriften vorgegaukelt, die beim Preisgeben der mündlichen Vereinbarungen Strafanzeigen, Geldforderungen oder eine Nichtauszahlung der versprochenen Gewinnsumme nach sich ziehen würden."