Blaulicht

Betrunkene Falschfahrerin auf der B29 gestoppt

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Symbolbild © Nadine Zuehr

Stuttgart/Schorndorf. Glimpflich endete die Geisterfahrt einer betrunkenen Porsche-Fahrerin am frühen Montagmorgen – bis zum Happy-End aber ging es hochdramatisch zu auf B14 und B29. „Es grenzt an ein Wunder“, sagt Polizei-Pressesprecher Ronald Krötz, dass es „keinen Frontal-Crash“ mit womöglich katastrophalem Ausgang gab.

Laut Polizeibericht wurde um 00.43 Uhr über Notruf gemeldet, dass ein Porsche von der B10 kommend beim Mercedes-Museum falsch auf die vierspurige Bundesstraße 14 aufgefahren sei. Kurz vor dem Teiler begegnete die 40-Jährige einem 29-jährigen Autofahrer, der instinktiv reagierte und der betrunkenen Falschfahrerin gerade noch ausweichen konnte.

Neun eingesetzte Streifenfahrzeuge versuchten den Porsche zu stoppen. Vor Schorndorf konnte ein entgegengekommener Streifenwagen gerade noch der Falschfahrerin ausweichen, die nach diesem Vorfall unbeirrt ihre Fahrt fortsetzte. Erst bei der Anschlussstelle Schorndorf Ost hielt die 40-jährige Autofahrerin vor querstehenden Streifenfahrzeugen an.

Bei der Frau konnte ein Promillewert von über 1,6 festgestellt werden. Bei ihr wurde eine Blutuntersuchung veranlasst und der Führerschein beschlagnahmt.

Krötz: "Wir sind absolut froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist"

Man muss sich die Szene wohl filmreif vorstellen. „Wir waren da alles andere als konspirativ unterwegs“, erklärt Polizeisprecher Krötz. Mit anderen Worten: „viel Blaulicht“, maximales Farbengewitter, um weithin Aufmerksamkeit zu erregen, auf dass der Porsche nicht am Ende noch in den Sperrgürtel rauschen würde.

„Wir sind absolut froh“, bilanziert Krötz, „dass nichts Schlimmeres passiert ist.“ Das sei sicherlich „der Uhrzeit geschuldet“ – allerdings: Auch an so einem Sonntag beziehungsweise frühen Montagmorgen nach Mitternacht sind die B14 und die B29 durchaus nicht leer, es herrscht dort noch so viel Verkehr, dass ein Frontalzusammenstoß im Grunde deutlich wahrscheinlicher ist als so ein glimpflicher Ausgang.

Polizei sucht Zeugen

Auf der falschen Spur von Stuttgart vorbei an Fellbach, an Waiblingen, an Weinstadt, an Remshalden, an Winterbach und an Schorndorf . . . „ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals einen Geisterfahrer gehabt haben, der so lange auf unseren Bundesstraßen unterwegs war“, sagt Ronald Krötz.

Die Polizei, Tel. 07181 / 2040, bittet nun um Zeugenhinweise. Auch weitere Autofahrer, die der Porschefahrerin am Montag zwischen 0.43 und 0.59 Uhr zwischen Schorndorf und Stuttgart begegneten und gegebenenfalls auch gefährdet wurden, sollten sich bitte melden.