Blaulicht

Betrunkener Autofahrer flüchtete vor Polizeikontrolle

Bei Kontrolle verplappert: Autofahrer belasten sich schnell selbst
Symbolfoto. © Anne-Katrin Schneider

Sulzbach an der Murr.
Wegen eines defekten Abblendlichts sollte am Mittwoch um kurz nach Mitternacht ein 54-jähriger Mercedes-Fahrer von der Polizei kontrolliert werden. Die Beamten positionierten sich in der Backnanger Straße und signalisierten dem Autofahrer mit Handzeichen rechts ran zu fahren. Als der 54-Jährige langsam auf einen Beamten zufuhr, beschleunigte er plötzlich unerwartet. Der Beamte fiel quer über die Motorhaube, ehe er zu Boden stürzte. Weil der Beamte hierbei unverletzt geblieben war, konnte die Verfolgung auf den Flüchtenden aufgenommen werden.

Der Mercedes-Fahrer konnte in einem Wohngebiet ein weiteres Mal zum Anhalten gebracht werden. Als ein anderer Beamter nun die Beifahrertür des stehenden Autos geöffnet hatte, beschleunigte der 54-Jährige erneut. Nur durch Glück blieb auch dieser Beamte unverletzt, nachdem er gerade noch auf den Gehweg zurücktreten konnte, ehe der 54-Jährige von der geöffneten Türe eingeklemmt worden wäre.

Die weitere Verfolgung führte letztendlich über Spiegelberg, ehe sie in Lautern in einem Acker endete. Bevor der 54-Jährige dort von der Fahrbahn abgekommen war, überfuhr er bei Spiegelberg ein Verkehrszeichen und drängte einen noch unbekannten Autofahrer von der Fahrbahn ab. Ob bei der Verfolgungsfahrt noch weitere Autofahrer gefährdet wurden, ist derzeit noch unklar. Als die Beamten den Autoschlüssel am Fluchtfahrzeug abziehen wollten, um eine Weiterfahrt zu verhindern, schlug der aggressive und alkoholisierte Mann auf die Beamten ein.

Bei der Festnahme des 54-Jährigen wurden die beiden eingesetzten Beamten leicht verletzt. Zur Beweissicherung wurde beim Tatverdächtigen eine Blutprobe erhoben.

Am Donnerstagvormittag wurde er auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart dem zuständigen Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen Verdachts des Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, der Gefährlichen Körperverletzung sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte in einem besonderen schweren Fall. Der 54-Jährige wurde mittlerweile in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.