Blaulicht

Enkeltrick in Alfdorf: Seniorin übergibt 40.000 Euro

Seniorin Senior Enkeltrick Symbol Symbolbild
Symbolbild. © Pixabay/CC0 Public Domain

Eine Seniorin aus Alfdorf ist letzten Dienstag (26.01.) Opfer eines Enkeltrickbetrugs geworden.

Laut Polizeibericht wurde sie von einer Frau angerufen, die sie mit "Oma" ansprach. Die Unbekannte erklärte der Seniorin am Telefon, sie befände sich bei einem Notar und benötige 40.000 Euro für einen Immobilienkauf. Nach dem Gespräch rief noch weiterer Mann bei der Seniorin an, der sich als Notar ausgab und um Geheimhaltung des angeblichen Immobilenkaufs bat.

Die Seniorin holte das Geld am nächsten Tag bei ihrer Hausbank ab. Am Mittwoch (27.1.) übergab sie es einem unbekannten Mann, der sich als enger Vertrauter des Notars ausgab. Dieser Tatverdächtige fuhr nach der Geldübergabe in ein nördliches Wohngebiet in Alfdorf. Er war vermutlich mit einem gelben Kleinbus unterwegs.

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Waiblingen unter der Telefonnummer  0 71 51 / 95 00 entgegen. 

Tipps Ihrer Polizei gegen den Enkeltrick

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahe stehende Personen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.
  • Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.
  • Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.
  • Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.
  • Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z.B. höhere Geldbeträge und andere Wertgegenstände nicht zuhause auf, sondern auf der Bank oder im Bankschließfach.