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Handy am Steuer, Gurtpflicht, Geschwindigkeit: Verstärkte Kontrollen der Polizei zum Schulanfang

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Symbolbild. © ZVW/Benjamin Büttner

Am Montag, den 14. September beginnt in Baden-Württemberg das neue Schuljahr. Die Polizei nimmt das zum Anlass, in der nächsten Woche verstärkt Verkehrskontrollen durchzuführen. Das gab das Polizeipräsidium Aalen, das auch für den Rems-Murr-Kreis zuständig ist, in einer Pressemitteilung am Donnerstag bekannt.

An Schulen und Schulwegen will die Polizei kontrollieren. Die Schwerpunkte der Kontrollen sind:

  • die Überwachung der Gurtpflicht
  • Geschwindigkeitskontrollen an Stellen mit erhöhter Unfallgefahr für Kinder und Jugendliche
  • das Verhalten von Kraftfahrern gegenüber öffentlichen Verkehrsmitteln, Schulbussen, an Bushaltestellen, Fußgängerfurten und Zebrastreifen
  • Park- und Halteverbote auf Geh- und Radwegen, auf Radschutzstreifen, an Kreuzungen und unübersichtlichen Kurven, in zweiter Reihe, an Bushaltestellen und an Zebrastreifen
  • die Nutzung von Mobiltelefonen und anderen Geräten während der Fahrt
  • der technische Zustand von Fahrrädern, insbesondere der Räder von Kindern und Jugendlichen auf dem Weg zur Schule
  • das Verhalten von Schülern auf dem Schulweg - zu Fuß und mit dem Fahrrad

Neben den verstärkten Kontrollen werden laut Polizei zahlreiche Präventions- und Informationsveranstaltungen angeboten, darunter auch ein Schulwegtraining. Die Polizei vermutet, dass die Gefahr für Schulkinder im Straßenverkehr durch die Corona-Pandemie zugenommen hat. Durch die lange Abwesenheit der Schüler müssten diese sich erst wieder an den Schulweg gewöhnen und eine Routine im Straßenverkehr entwickeln.

Elf Schwerverletzte bei Schulwegunfällen im Jahr 2019

Das Einüben des Schulwegs zusammen mit den Eltern könne zusätzlich für Sicherheit sorgen, so die Polizei. Eltern-Taxis hingegen erhöhten die Gefahr, im Straßenverkehr zu verunglücken. "Das kurze Anhalten vor den Schulen, oftmals auch in zweiter Reihe, um die Kinder möglichst direkt dort abzusetzen, macht den Verkehr unübersichtlich und erschwert es unseren Kindern, die Gefahren richtig einzuschätzen", heißt es in der Pressemitteilung.

2019 gab es im Präsidiumsbereich Aalen 52 Unfälle auf Schulwegen. Das sind sechs Fälle weniger als im Vorjahr. 51 Personen wurden bei den Unfällen leicht verletzt, elf Personen schwer. Auch das Polizeipräsidium Ludwigsburg hat zum Schulanfang verstärkte Verkehrskontrollen angekündigt. Hier gab es 2019 insgesamt 40 Schulwegunfälle (2018: 47 Unfälle). 40 Personen wurden hierbei leicht verletzt, drei Personen schwer.