Blaulicht

Polizei warnt vor Konsequenzen von Halloween-Streichen

Halloween Symbol_0
Symbolbild. © Ramona Adolf

Stuttgart.
Senf unter der Türklinke, Eier an der Hauswand, Ketchup im Briefkasten - obgleich Streiche wie diese an Halloween nicht böse gemeint sind, können sie schnell zur Sachbeschädigung werden. "Wer zu Halloween mit Zahnpasta das Auto der Nachbarn beschmiert und dabei beschädigt, der muss mit einer Strafe rechnen, auch wenn es nur als Scherz geplant war", warnt die Polizei in einer Pressemitteilung am Freitag (25.10.). Am kommenden Donnerstag werden Kinder und Jugendliche wieder um die Häuser ziehen und "Süßes oder Saures!" fordern. Wer für die Verkleideten keine Süßigkeiten parat hat, dem wird ein fieser Streich gespielt. Viele Kinder und Jugendliche seien sich der Folgen ihrer Scherze jedoch nicht bewusst.
Einige treiben es noch bunter und nutzen die Halloween-Nacht, um gezielt Schaden in der Nachbarschaft anzurichten. An die Konsequenzen ihrer Streiche denken die Jugendlichen oft nicht. Dabei werden Missetaten wie herausgerissene Parkbänke und demolierte Haltestellenhäuschen zur sogenannten "Gemeinschädlichen Sachbeschädigungen" gezählt. Den Tätern droht dann eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Ärger bedeutet das auch für die, die auf der Halloween-Tour nur mit dabei waren. Auch sie können unter Umständen wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung haftbar gemacht werden - selbst dann, wenn sie selbst nichts beschädigt haben. In jedem Fall ist eine Geldstrafe fällig, hinzu kommt außerdem die Summe der Schadenswiedergutmachung.
Die Polizei rät, die gesamte Energie und Kreativität statt in die Streiche in Kostüme und Dekoration zu stecken. Sonst werde auß dem Spaß schnell eine bittere Erfahrung. Wer Zeuge oder Opfer von solchen Straftaten werde, solle sich nicht scheuen, den Notruf zu wählen.