Blaulicht

Polizeieinsatz wegen Spielzeugwaffen

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Symbolfoto. © Benjamin Büttner

Winnenden.
Zwei 15-Jährige haben am Montagabend (09.03.) in Winnenden einen Polizeieinsatz ausgelöst. Nach Angaben der Polizei hatten sich die beiden gegen 18.45 Uhr auf einem Parkplatz beim Rems-Murr-Klinikum aufgehalten und dort mit Spielzeugwaffen hantiert. Als sie die Einsatzfahrzeuge der alarmierten Polizei erkannten, flüchteten sie zu Fuß in ein Waldstück. Dort wurden sie von Polizisten vorläufig festgenommen. "Sicherlich eine heikle Situation, zumal es bereits dunkel war und die Sichtverhältnisse für die eingesetzten Polizeikräften stark eingeschränkt waren", schreibt die Polizei in ihrer Pressemitteilung. Die Pistolen, die die Jugendlichen bei ihrer Flucht weggeworfen hatten, wurden später in einem nahegelegenen Bach gefunden. Nach den "polizeilichen Ermittlungen" wurden die 15-Jährigen an ihre Eltern übergeben. Die Ermittlungen zum Vorfall, bei dem mehrere Streifenfahrzeuge im Einsatz waren, dauern an.

Es ist bereits der vierte Fall in diesem Jahr

Keine zwei Wochen zurück liegt der Fall in Schorndorf. Anfang des Monats waren zwei Jugendliche gesehen worden, die auf einem Motorroller unterwegs waren und eine Waffe in ihrer Hand hielten. Die Polizei stoppte die Jugendlichen kurze Zeit später in der Augustenstraße. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass es sich bei den Waffen um Softairpistolen handelte, die die 17-Jährigen zuvor in einem Spielzeugladen gekauft hatten, so die Polizei.

Mitte Januar hatte ein Fahrgast die Polizei alarmiert, weil mehrere Jugendliche in einer Regionalbahn mit einer Waffe hantieren würden. Am Schorndorfer Bahnhof wurden die sechs jungen Leute von einer Streife des Polizeireviers Schorndorf in der Unterfürhrung angetroffen. Sie händigten ihre Spielzeugpistolen bereitwillig an die Polizei aus.

Schon fast ein Jahr zurück liegt ein Fall in Backnang. Am dortigen Bahnhof war an einem Sonntag im Mai kurz vor Mitternacht ein junger Mann mit einer Waffe gesehen worden, der dann mit dem Bus in Richtung Althütte wegfuhr. Eine Polizeistreife stoppte den Bus. Als der Mann aufgefordert wurde, seine Hände zu erheben, fasste er in die Hose und versuchte die Waffe zu ergreifen. Dies konnte verhindert und die Waffe beschlagnahmt werden, hießt es im Polizeibericht.

Es handelte sich dem ersten Anschein nach um eine Softairpistole, bei der der rote Erkennungsring an der Mündung demontiert war. Der 16-Jährige, gegen den ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet wurde, wurde nach dem Einsatz nach Hause gebracht und seinen Eltern überstellt.