Blaulicht

Schnee und Eisregen: Über 30 Unfälle

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Symbolbild. © Nicole Heidrich

Waiblingen (ngr).
Schneefall und Eisregen sowie unangepasstes Fahrverhalten und mangelnde Vorsicht haben am Sonntag zu Dutzenden von Unfällen im Rems-Murr-Kreis geführt. Allein bis circa 16 Uhr waren es mehr als 30 Unfälle, die das Polizeipräsidium Aalen verzeichnete. Die Beamten kamen mit der Unfallaufnahme kaum mehr hinterher, geschweige denn mit dem Berichteschreiben darüber.

Laut Polizeiführer vom Dienst wurde jedoch niemand ernstlich verletzt: „Eine Frau zog sich leichte Verletzungen zu. Bei den restlichen Unfällen waren es vor allem Blechschäden. Meistens ist ein Verkehrsteilnehmer dem anderen hinten drauf gerutscht oder so.“

Wetterdienst und Landes-Innenministerium hatten am Sonntagnachmittag vor Eisregen gewarnt. Die Ausläufer eines Sturmtiefs bei den Britischen Inseln überquerten Baden-Württemberg von West nach Ost. Dabei wurde mit lebhafter Westströmung feuchte und zunehmend mildere Luft herangeführt. Allerdings hätten die Straßenmeistereien bis zum Einsetzen des Eisregens alle Hauptverkehrsachsen schon gestreut gehabt, weshalb es im Rems-Murr-Kreis zu keiner bedeutenden Glatteisbildung gekommen sei, so der Polizeiführer vom Dienst gegen 17 Uhr.

Die Wetterprognose des Deutschen Wetterdienstes für Baden-Württemberg

"Die Ausläufer eines Sturmtiefs bei den Britischen Inseln überqueren Baden-Württemberg von West nach Ost. Dabei wird mit lebhafter Westströmung feuchte und zunehmend mildere Luft herangeführt. Heute (Sonntag, 10.12.2017) muss bis ins Flachland verbreitet mit 1 bis 5, örtlich bis 8 cm, im Bergland mit 10 bis 15, in Staulagen bis 20 cm Neuschnee gerechnet werden."

"Am Nachmittag steigt die Schneefallgrenze von Westen her auf 1200 m an. Vorübergehend kann auch Glatteis durch gefrierenden Regen nicht ausgeschlossen werden."

"Nachmittags setzt im Schwarzwald, am Bodensee und im Allgäu Tauwetter ein. Bis zur Nacht zum Dienstag muss mit einem Niederschlagsdargebot aus Regen und schmelzender Schneedecke von 40 bis 60, vereinzelt auch um 70 Liter pro Quadratmeter im Schwarzwald und von 30 bis 45 Liter pro Quadratmeter im südlichen Oberschwaben gerechnet werden."

"Des Weiteren treten tagsüber starke bis stürmische Windböen bis 70, im Bergland Sturmböen um 80, auf exponierten Gipfeln des Hochschwarzwaldes Orkanböen bis 140 km/h aus Südwest auf. Am Ostteil des Bodensees sind anfangs auch Föhnböen um 70 km/h zu erwarten."

"In der Nacht zum Montag nimmt der Südwestwind ab, weht im Hochschwarzwald jedoch in Böen weiterhin in Sturmstärke bis 80 km/h. Orkanartige Böen bis 110 km/h sind in exponierten Gipfellagen ebenfalls noch wahrscheinlich. Am Montag tagsüber muss im Hochschwarzwald mit stürmischen Böen um 65 km/h, in exponierten Lagen des Südschwarzwaldes auch mit vereinzelten Sturmböen um 85 km/h aus Südwest gerechnet werden." 

Quelle: www.dwd.de