Blaulicht

SEK-Einsatz in Birkmannsweiler

Symbolbild Polizei Blaulicht Symbol
Symbolbild. © Gaby Schneider

Winnenden.
Aufsehen erregte am Freitagnachmittag und Abend ein Polizeieinsatz nebst SEK in Birkmannsweiler. Die Spezialkräfte rückten an, weil ein in Birkmannsweiler wohnender Mann über die sozialen Medien einem anderen eine Nachricht gesandt hatte, die eindeutig als Drohung zu verstehen war – der Text legte nahe, dass der Mann eine scharfe Waffe haben könnte.

Deshalb wollte die Polizei die Wohnung durchsuchen – die besonders für solche Situationen geschulten Spezialkräfte zur Verstärkung der normalen Streifen wurden per Hubschrauber herbeigeholt, der Heli landete in Höfen beim Sportplatz.

Die Lage entpuppte sich dann aber als nicht dramatisch: Als die Polizei zur Wohnung ging, kam der Mann selber heraus und ließ „ganz friedlich“, wie ein Polizeisprecher mitteilt, die Beamten herein. Das SEK musste gar nicht aktiv werden. Der Mann erklärte, er habe keine Waffe.

Am Freitagabend, Stand 20 Uhr, waren die Suchmaßahmen noch nicht ganz abgeschlossen, es verdichtete sich aber die Vermutung, dass er die Wahrheit gesagt hat.

Aktualisierung: Mittlerweile liegt zu den Geschehnissen auch eine schriftliche Pressemitteilung der Polizei vor:

"Ein 28 Jahre alter Mann aus Winnenden steht im Verdacht, gegen einen 39 Jahre alten Bekannten am Freitag erhebliche Bedrohungen ausgesprochen zu haben. Der Tatverdächtige war bei der Polizei bereits wegen anderer Delikte, unter anderem wegen Bedrohung und Körperverletzung, polizeilich in Erscheinung getreten. Weil davon ausgegangen werden musste, dass der Tatverdächtige erheblichen Widerstand leistet, wurde die Wohnung in Birkmannsweiler von der Polizei überwacht und zeitgleich das SEK angefordert. Am Abend konnte der Tatverdächtige vor seinem Haus angesprochen und ohne Gegenwehr festgenommen werden. Seine Wohnung wurde anschließend durchsucht. Die Ermittlungen dauern an."