Blaulicht

Tatverdächtiger nach "Sieg Heil"-Rufen in der Innenstadt ermittelt

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Symbolbild. © Joachim Mogck

Schorndorf.
Die Polizei hat einen Tatverdächtigen ermittelt, der am Mittwoch, den 11. September in der Schorndorfer Innenstadt mehrfach "Sieg Heil" gerufen haben soll. Bei dem Mann handelt es sich um einen polizeibekannten 31-jährigen Deutschen. Der Polizei waren zuächst drei Personen gemeldet worden, die durch Schondorf gezogen waren. Aus dieser Gruppe heraus war der nationalsozialistische Kampfgruß mehrfach gerufen worden. Die Ermittlungen haben ergeben, dass der 31-Jährige von zwei Personen begleitet wurde, die jedoch nicht an den Rufen beteiligt waren. Gerüchten auf Facebook, es habe sich um "Fake-Rufe" von Linken oder Flüchtlingen gehandelt, widerspricht die Polizei. Der Tatverdächtige sei wegen Delikten "die in diese Richtung gehen" bekannt, so ein Polizeisprecher auf Nachfrage.
Das Verwenden des nationalsozialistische Kampfgrußes "Sieg Heil" ist in Deutschland nach § 86a (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) des Strafgesetzbuches eine Straftat. Wird dabei zusätzlich der Bestand der Volksverhetzung (§ 130 StGB) erfüllt, droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.