Blaulicht

Tatverdächtiger von drei Raubversuchen ermittelt

14334518830_e89eb85a43_o_0
Symbolbild. © Jamuna Siehler

Schorndorf.
Die Ermittler der Kripo Waiblingen konnten in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart drei Raubversuche klären, die sich am frühen Morgen des 19.12.2015 in der Schorndorfer Innenstadt ereigneten. In dringendem Verdacht steht ein 21-jähriger Schorndorfer, der die Taten zwischenzeitlich in vollem Umfang einräumte.

Während den Ermittlern zunächst lediglich ein Raubversuch bekannt war, wurde im Rahmen der weiteren Ermittlungen bekannt, dass der 21-Jährige an jenem Morgen zwei weitere Personen auszurauben versuchte. Kurz vor 4.30 Uhr bedrohte er damals mit einer täuschend echt aussehenden Schreckschusspistole zunächst einen 28-Jährigen am Bahnsteig des Bahnhofes und forderte die Herausgabe von Geld. Da der 28-Jährige keines dabei hatte, ließ er von diesem ab und begab sich zu einer auf dem gleichen Bahnsteig in einiger Entfernung wartenden 57-jährigen Frau. Auch diese bedrohte er mit der Pistole und forderte Geld. Die Geschädigte konnte sich anderen Bahnreisenden anschließen, sodass der Tatverdächtige von seinem weiteren Vorhaben abließ.

Schließlich kam es um kurz nach 4.30 Uhr zu dem vom ZVW bereits im Dezember gemeldeten Raubversuch. Der 21-Jährige erbeutete erneut kein Geld und konnte zunächst unerkannt flüchten. Auf die Spur des Tatverdächtigen kamen die Ermittler durch einen Hinweis eines Streifenbeamten des Schorndorfer Polizeireviers. Dieser erkannte den Räuber auf einem vorliegenden Lichtbild wieder. Es folgten schließlich entsprechende Ermittlungen, die den Tatverdacht so erhärteten, dass ein Durchsuchungsbeschluss der Wohnung des 21-Jährigen erwirkt werden konnte. Bei der Durchsuchung, die am letzten Dienstag durchgeführt wurde, konnten die Beamten wichtige Beweismittel sicherstellen, darunter die vermeintliche Tatwaffe sowie die zur Tatzeit vom Verdächtigen getragene Kleidung.

Der Verdächtige wurde vorläufig festgenommen. Der 21-Jährige legte ein umfangreiches Geständnis ab. Als Motiv nannte er seine damalige Alkoholbeeinflussung und Geldsorgen, die er zu der Zeit gehabt habe. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er in Absprache mit der Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß entlassen.