Blaulicht

Update: Corona-Streit im Supermarkt

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Markierung zur Einhaltung des Mindestabstands. © Joachim Mogck

Waiblingen.
In der Coronavirus-Krise liegen bei manchen Leuten die Nerven blank - zu einem schrillen Zwischenfall ist es am Dienstabend (7. April) gegen 17.50 Uhr in einem Supermarkt in Waiblingen gekommen. Dies war unsere erste Online-Meldung, die wir gegen 19.30 Uhr veröffentlicht haben (und die wir mittlerweile präzisieren können):

"Zwei Kunden gerieten wegen Unstimmigkeiten in Fragen der Einhaltung beziehungsweise Nichteinhaltung des Sicherheitabstandes derart heftig aneinander, dass der Sicherheitsdienst einschreiten musste und sich nicht mehr anders zu helfen wusste, als den eskalierenden Streit unter Einsatz von Pfefferspray zu beenden. Die Polizei wurde alarmiert, eine Streife rückte aus - als sie ankam, war aber einer der beiden Streitenden bereits verschwunden; und zwar just jener, der das Spray abbekommen hatte. Insofern war kein Rettungsdienst erforderlich, wie die Polizei mitteilt. Weitere Details zu dem Vorfall liegen dem diensthabenden Pressesprecher bei der Polizei derzeit (19.30 Uhr) noch nicht vor. Falls wir im Laufe des Abends noch mehr erfahren, werden wir den Artikel aktualisieren."

Genau diese Aktualisierung ist jetzt möglich - die Polizei schreibt in ihrem Bericht zum Geschehen, das offenbar noch etwas absonderlicher war, als ursprünglich angenommen:

Am Dienstag gegen 17.50 Uhr missachtete in einem Supermarkt in der Lange Straße in Waiblingen ein Kunde im Kassenbereich mehrfach den Mindestabstand zu der vor ihm in der Schlange wartenden Kundin. Nachdem er durch einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes mehrfach aufgefordert worden war, den Abstand einzuhalten, ging er in aggressiver Weise auf den Mitarbeiter zu und schrie ihn aus kürzester Distanz an. Der Mitarbeiter wehrte den Angriff ab, indem er ein Tierabwehrspray gegen den Aggressor einsetzte. Insgesamt klagten anschließend sieben umstehende Personen über Hustenreiz und gerötete Augen durch den Reizstoff. Es musste jedoch niemand durch den vorsorglich verständigten Rettungsdienst betreut werden. Der Aggressor selbst hatte sich bis zum Eintreffen der Polizei bereits entfernt.

Der Unbekannte wird jetzt polizeilich gesucht. Zeugen beschreiben ihn folgendermaßen: 1,70 Meter groß, 20 bis 25 Jahre alt, helle Jeans und schwarze Jacke. Er habe "mit osteuropäischem Akzent" gesprochen, heißt es im Polizeibericht. Wer weiß, um wen es sich handeln könnte, melde sich bei der Polizei, Tel. 07151 / 950-422.