Blaulicht

Update: Falschfahrt noch selbst abgewendet

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Symbolbild. © ZVW/Gabriel Habermann

Lorch.
Ein 81 Jahre alter Mercedes-Fahrer war am Dienstagabend im Begriff, in die falsche Richtung auf die vierspurige B 29 aufzufahren. Er bemerkte das falsche Abbiegen und korrigierte sich noch vor der Einfahrt auf die Durchgangsstraße. Die Polizei untersucht nun, ob bis dahin jemand behindert oder gefährdet wurde und bittet solche Verkehrsteilnehmer, sich unter Telefon 07171/3580 zu melden.

Die Polizei sucht Zeugen

Nach den bisherigen polizeilichen Ermittlungen befuhr der Mercedes-Fahrer die B 297 aus Richtung Lorch in Richtung der Anschlüsse zur Bundesstraße. Er überquerte die B 29 auf der Brücke und bog am Ende der Brücke nach rechts ab. In diesem Moment befand er sich auf der Ausfahrt aus der B 29, für den Verkehr aus Richtung Stuttgart und wäre bei einem Weiterfahren, entgegen des dortigen Verkehrs, in Richtung Stuttgart gefahren.

Er bemerkte aber seinen Fehler, nach dem bisherigen Stand, noch auf dieser Zufahrt und wendete sein Fahrzeug noch vor der Einfahrt in den vierspurigen Bereich. Ein Zeuge, der das falsche Einfahren beobachtete, alarmierte die Polizei, die den fraglichen Fahrer auf einem Parkplatz in der Nähe antraf.

Die Polizei bittet Zeugen, die den geschilderten Vorfall ebenfalls beobachtet haben und Verkehrsteilnehmer, die durch den Mercedes möglicherweise behindert oder gefährdet wurden, sich bei der Polizei in Schwäbisch Gmünd unter Telefon 07171/3580 zu melden.

Geisterfahrt endete vor einem Monat tödlich

Es ist gerade mal gut einen Monat her, als eine Geisterfahrt auf genau diesem Streckenabschnitt für zwei Menschen tödlich endete. Eine 72-Jährige war an der Anschlussstelle Lorch-Ost in falscher Richtung auf die B29 aufgefahren. Es kam zu einem Frontalzusammenstoß. Die Seniorin und ein 20-Jähriger kamen ums Leben.

Ganz ähnlich verlief ein Unfall im Mai 2015, ebenfalls auf der B29. Eine 86-Jährige hatte auf dem Beschleunigungsstreifen gewendet. Ihr Auto krachte mit dem BMW eines 22-Jährigen zusammen. Der junge Mann und die Geisterfahrerin starben.

Erst vor wenigen Tagen kündigte das Landratsamt Ostalb an, an der neuralgischen Stelle Korrekturen vornehmen zu wollen, obwohl die Beschilderung den Richtlinien entspreche. „Verbot der Einfahrt“-Schilder sollen eine noch stärker reflektierende Oberfläche erhalten, und neue Schilder werden aufgestellt. Diese Maßnahmen sind aber noch nicht umgesetzt.

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