Blaulicht

Update: Motorradfahrer bei Unfall auf Landesstraße bei Winterbach schwer verletzt

Unfall Goldbodenkreuzung Winterbach
Auf der sogenannten Goldbodenkreuzung hat es am Mittwoch (26.08.) einen Unfall zwischen einem Motorrad und einem Auto gegeben. © Benjamin Beytekin

Auf der Landesstraße L1150 zwischen Winterbach und Hohengehren, an der sogenannten Goldbodenkreuzung,  sind am Mittwochabend (26.08.) um 17.10 Uhr ein Auto und ein Motorrad frontal zusammengestoßen. Wie ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilt, wurde der 62 Jahre alte Motorradfahrer dabei schwer verletzt. Nach unseren Informationen war auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz. Der 24-jährige Autofahrer wollte links abbiegen und übersah dabei den Motorradfahrer. Auf 15.000 Euro wird der Sachschaden an den beiden Fahrzeugen geschätzt. 

An der Kreuzung kam  es am frühen Abend  zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, so der Sprecher. Der Verkehr wurde an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Die Kreuzugung war für rund zwei Stunden teilweise gesperrt.

Insgesamt 100 Motorradunfälle hat die Polizei im ersten Halbjahr 2020 im Rems-Murr-Kreis registriert. Das sind zehn weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Bei 74 der 100 Motorradunfälle im ersten Halbjahr wurden Menschen verletzt. Im ersten Halbjahr 2019 lag die Zahl der Motorradunfälle mit Verletzten bei 91.

Ingesamt verzeichnet das Land Baden-Württemberg für die erste Jahreshälfte eine besonders gute Unfallbilanz, was zweifelsohne mit dem geringeren Verkehrsaufkommen während des Lockdowns zu tun hat. Im ersten Halbjahr 2020 sind in Baden-Württemberg 21 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer ums Leben gekommen, das sind rund 60 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Im Rems-Murr-Kreis kam es im ersten Halbjahr 2020 zu keinem tödlichen Motorradunfall.

Meist ist zu hohe Geschwindigkeit der Grund

Im vergangenen Jahr war laut Jahresstatistik der Polizei bei fast zwei Dritteln aller Motorradunfälle überhöhte Geschwindigkeit der Grund. Regelmäßig veranstaltet die Polizei Schwerpunktkontrollen mit besonderem Augenmerk auf Motorradfahrer, zuletzt Ende Juni in Schorndorf. An der unfallträchtigen Strecke zwischen Schorndorf und Schlichten hatte die Polizei erstmals an zwei Stellen hintereinander Geschwindigkeitsmessgeräte installiert. Damit sollte das weit verbreitete Verhalten, dass an einer Messstelle heruntergebremst und danach wieder Gas gegeben wird, erfasst werden. Die Polizei lag richtig mit ihrer Vermutung: Prompt rauschte kurz nach Beginn der Kontrolle ein Mercedes mit weit überhöhter Geschwindigkeit in die Falle.

Auch wenn Motorradfahrer an jenem Samstagvormittag auf diesem neuralgischen Streckenabschnitt gesittet unterwegs waren, ist die Straße Richtung Schlichten doch berühmt-berüchtigt. Anwohner klagen seit langem wegen hoher Lärmbelästigung, verursacht von Motorradfahrern, die sich gern mit überhöhter Geschwindigkeit in die Kurven legen.