Blaulicht

Verdächtiger Gegenstand in der Innenstadt

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Ortsschild von Schorndorf. © Joachim Mogck

Schorndorf. Experten des LKA haben am Mittwoch in der Innenstadt einen Gegenstand sichergestellt, bei dem es sich um eine Sprengvorrichtung handeln könnte.

Noch möchte die Polizei aus nachvollziehbaren Gründen nichts Genaueres preisgeben, aber die Meldung klingt auch so beunruhigend: Vor einem Gebäude in der Schorndorfer Kirchgasse wurde am frühen Mittwochmorgen „ein Gegenstand aufgefunden, bei dem es sich um eine Brand- beziehungsweise Sprengvorrichtung handeln könnte“. Weil die Gefährlichkeit des Gegenstands vor Ort nicht beurteilt werden konnte, wurden die Entschärfer des Landeskriminalamtes hinzugezogen. Sie machten „den Gegenstand unschädlich“ und stellten ihn danach sicher zur weiteren Untersuchung.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Kripo Waiblingen ermitteln nun „wegen versuchter Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion. Derzeit liegen keine Erkenntnisse über die Tathintergründe vor. Die Ermittlungen dauern an und gehen in alle Richtungen.“

"Eine gewisse Gefährlichkeit war auf jeden Fall gegeben"

Auf Nachfrage bestätigt ein Polizeisprecher: „Eine gewisse Gefährlichkeit war auf jeden Fall gegeben.“ Es habe sich um einen „kleinen“ Gegenstand gehandelt, nicht um einen Koffer. Gibt es womöglich Hinweise auf einen politischen Terror-Hintergrund? Die doch eher beruhigend klingende Antwort des Polizeisprechers lautet: Nein, darauf deute momentan nichts hin.

Die Polizei werde in den nächsten Tagen Näheres berichten, aber „wir brauchen eine gewisse Zeit“. Es sei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht angeraten, derzeit mehr verlauten zu lassen, denn auf diese Art könne „Täterwissen“ in die Öffentlichkeit gelangen. Angenommen, ein Verdächtiger würde in einer Vernehmung versehentlich Details ausplaudern – dann wäre es fatal, wenn er sich danach darauf herausreden könnte, das habe er doch nur in der Zeitung gelesen.