Blaulicht

Vorfälle am Bahnhof: Mehr Polizei und neue Details

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Symbolbild. © Joachim Mogck

Schorndorf.
Im Zusammenhang mit den jüngsten Vorfällen rund um den Schorndorfer Bahnhof hat die Polizei am Freitagnachmittag neue Details bekanntgegeben. In einer Pressemitteilung verspricht das Polizeipräsidium Aalen "eine deutlich erhöhte Polizeipräsenz" in der Kernstadt und dem Bereich des Bahnhofs. Zudem konnten laut Polizei mehrere Fälle von Vandalismus in Schorndorf aufgeklärt werden, die die Ermittler auf die Spur einer "losen Jugendgruppierung aus Schorndorf sowie der regionalen Umgebung" geführt haben. 

Bei den nun aufgeklärten Taten handelt es sich um Farbschmierereien an der Schlosswallschule sowie am Burggymnasium, die im Zeitraum September bis Dezember 2019 verübt worden waren. Weiterhin konnte ein Fall von Vandalismus geklärt werden, bei dem Ende November der Vorraum einer Bank im Innenstadtbereich verwüstet worden war.

Diese Taten gehen laut Polizei auf das Konto von insgesamt 18 jungen Menschen im Alter von 12 bis 18 Jahren, die dabei in wechselnder Besetzung einen Gesamtschaden von bis zu 15 000 Euro verursacht haben. Einem weiteren Tatverdächtigen wurde zudem der Diebstahl eines Motorrollers nachgewiesen.

Polizei spricht von Jugendgruppierung

"Die nun ermittelten meist jugendlichen Tatverdächtigen sind dem erweiterten Kreis einer losen Jugendgruppierung aus Schorndorf sowie der regionalen Umgebung zuzuordnen. Die jungen Menschen sind in wechselnder Zusammensetzung unterwegs und fallen in jüngster Zeit vermehrt durch Ordnungsstörungen sowie im Zuge strafrechtlicher Ermittlungen auf", heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. "In diesem Zusammenhang pflegt die Polizei einen engen Informationsaustausch sowie Zusammenarbeit mit anderen Behörden, insbesondere dem Jugendamt beim Landratsamt Rems-Murr-Kreis sowie der Stadtverwaltung Schorndorf. So konnten mittlerweile zwei 13 und 14 Jahre alte Jungs in Betreuungseinrichtungen untergebracht werden, der Jüngere in einen geschlossenen Bereich."

Zudem wurden seitens der Stadt teils mehrmonatige Aufenthaltsverbote bzw. Platzverweise ausgesprochen. Diese verbieten fünf Jugendlichen, sich in weite Teile der Innenstadt zu begeben oder sich dort aufzuhalten.

Verbindung zu den Vorfällen am Bahnhof

Eine Verbindung zu den Vorfällen im Bereich des Bahnhofs stellt die Polizei lediglich über die Ankündigung her, dort verstärkt Präsenz zeigen zu wollen. Auch der Kommunale Ordnungsdienst der Stadt soll dort verstärkt eingesetzt werden, heißt es in der Pressemitteilung

In den letzten Tagen hatten sich die Polizeiberichte über kriminelle Jugendliche rund um den Bahnhof gehäuft. Der erste Bürgermeister Schorndorfs, Edgar Hemmerich, betonte gegenüber unserer Zeitung, dass es in Schorndorf „keine Bandenkriminalität, die in Richtung Schwerkriminalität geht“, gebe. Er sei über alle Details informiert und werde ständig auf dem neuesten Stand gehalten. Als Antwort auf eine Anfrage des CDU-Stadtrats Thomas Schaal zu den Vorfällen verwies er auf die Arbeit der Beamten: „Die Polizei ist an den Richtigen dran.“