Blaulicht

Vorsicht Betrug! Polizei warnt

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Symbolfoto. © Pixabay/CC0 Public Domain

Waiblingen. Mit unterschiedlichsten Maschen versuchen Betrüger vor allem Senioren Geld aus der Tasche zu ziehen. Neben dem Enkeltrick, über den bereits mehrfach berichtet wurde, nutzen Kriminelle auch die Spendenbereitschaft von Passanten aus oder drohen mit Mahnverfahren für ausstehende Gebühren eines angeblichen Abonnements. Die Polizei warnt ausdrücklich vor den Betrugsmaschen und hat einige hilfreiche Informationen. 

Anrufe von angeblichen Polizisten sind am Donnerstagabend bei zwei Senioren aus Waiblingen eingegangen. In beiden Fällen gaben die Anrufer vor, dass die Senioren im Fokus einer Einbrecherbande seien. Die Senioren erkannten jedoch den Betrugsversuch und verständigten die Polizei.

Die Polizei warnt vor solchen Betrugsversuchen und empfiehlt im Zweifel immer bei der örtlichen Polizeidienststelle anzurufen. Ausführliche Verhaltenshinweise bietet die Polizei Beratung hier zum Download an.

Angeblicher Gehörloser bettelt um Geldspenden

Ein Spendenbetrüger wurde am Donnerstag um 14.10 Uhr am Waiblinger Bahnhof gemeldet. Dort hatte ein angeblicher Gehörloser mit einem Klemmbrett und einer Spendenliste um Geldspenden gebettelt. Ein tatverdächtiger 23-jähriger Mann wurde angetroffen und überprüft. Die Ermittlungen dauern an.

Die Polizei warnt vor der Masche, die von den meist jungen Tätern mit mitleidserregendem Gesichtsausdruck und sehr freundlichem Verhalten aufgetischt werden. Gehen Sie nicht darauf ein und Spenden sie besser an Organisationen, die Ihnen bekannt und mit dem Spendensiegel des DZI zertifiziert sind. Weitere Informationen zum Spendensiegel gibt es hier.

Anrufer mit Enkeltrick

Mit dem Enkeltrickbetrug versuchte ein unbekannter Anrufer am Donnerstagnachmittag eine Seniorin aus Waiblingen in die Irre zu führen. Er gab sich als Verwandter aus erzählte von einem Immobilienkauf. Er würde gerade beim Notar sitzen und bräuchte jetzt 17 000 Euro in bar um eine Altschuld zu begleichen. Erst dann könne der Immobilienkauf stattfinden. Die Seniorin reagiert einzig richtig: Sie glaubte dem Anrufer nicht und legte auf.

Weitere Informationen zum Thema hat die Polizei auf der Homepage zur Prävention von Straftaten aufbereitet.

Angebliches Lotterieabo

Am Donnerstagnachmittag erhielt eine Frau in Waiblingen einen Anruf eines Betrügers. Der Anrufer behauptete, dassdie Frau Abonnement-Beiträge bei einer Lottogesellschaft nicht bezahlt habe. Sie müsse nun 2420 Euro in Bar über ein Geldtransfer-Anbieter einzahlen und den Code an eine dänische Telefonnummer übermitteln. Wenige Stunden später erhielt die Frau einen erneuten Anruf eines angeblichen Polizisten aus Waiblingen, wonach sie nun handeln müsse, um ein Mahnverfahren zu umgehen. Derart eingeschüchtert wollte die Frau nun das Geld einzahlen. Der Mitarbeiter der Firma erkannte den Betrugsversuch und hielt die Dame von ihrem Vorhaben ab. Daraufhin erstattete sie Anzeige bei der echten Polizei in Waiblingen.

Die Polizei rät: Keine seriöse Firma fordert ausstehende Zahlungen über einen Geldtransfer-Anbieter ein. Die Polizei rät: Bestehen Sie bei angeblichen Geldforderungen immer auf Schriftverkehr und lassen Sie diesen im Zweifelsfall von Angehörigen oder einen Rechtsbeistand prüfen.