Blaulicht

Vorsicht vor Trickdiebstahl

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Symbolbild. © Mathias Ellwanger

Winnenden/Fellbach. Mehrere Fußgänger sowie Autofahrer wurden am Montag Opfer von Trickbetrügern. Die Diebe sprachen Personen an, bei denen sie vorgaben, einen Ring gefunden zu haben. Tatsächlich sind die anscheinend wertvollen Goldringe wertlos.

Winnenden. Eine 59-jährige Frau wies das Angebot des Trickdiebes zurück und konnte somit dem Betrug entkommen. Als sie gegen 11.30 Uhr wurde am Montag von einem Unbekannten im Bereich Bachstraße/Ringstraße angesprochen. Der Mann sagte, dass er den Goldring gefunden habe und ihn ihr schenken wollte. Er fügte hinzu, dass er nur etwas Geld für den Ring haben wolle, um sich Essen kaufen zu können. Die 59-Jährige lehnte ab und ging nach Hause. Der Mann sprach weitere Passanten darauf an. Er wird als Osteuropäer beschrieben und sprach gebrochenes Deutsch.

Eine Auto-Fahrerin wurde Opfer eines Diebes, der ihre Geldbörse mit einem Trickbetrug entwendete. Bereits gegen 11 Uhr zeigte ein Unbekannter einer Auto-Fahrerin, die in einem Parkhaus in der Wiesenstraße in ihrem Fahrzeug saß, einen Ring. Er gab ihr den Hinweis, dass dieser wohl der Geschädigten gehören würde und aus echtem Gold wäre. Als die Geschädigte die Fahrertüre öffnete, warf der Unbekannte den Ring in das Fahrzeug. Während die Frau nach dem Ring suchte, entwendete der Täter den schwarzen Ledergeldbeutel. Die Geldbörse befand sich in einer Handtasche hinter dem Fahrersitz. Daraufhin flüchtete der Dieb. Er wird auf 40 Jahre geschätzt, hatte eine untersetzte Figur, sprach gebrochen Deutsch und wird ebenfalls als Osteuropäer beschrieben.

Fellbach. Ein weiterer Trickdiebstahl ereignete sich am Montag gegen 15.35 Uhr in einem großen Einkaufsmarkt in der Stuttgarter Straße. Ein Kunde wurde von einem Unbekannten angesprochen, der vorgab, einen Goldring gefunden zu haben. Die Person erwiederte, dass der Ring ins Fundamt gehöre und sich bereit erklärte, dies zu übernehmen. Dabei fragte der Unbekannte den Kunden, ob er ihm etwas Geld für einen Kaffee geben könne. Als er ihm einen Euro gab, entfernte sich der Unbekannte. Der Mann wird als ca. 1,70 Meter groß und abermals Osteuropäer beschrieben. Er hatte schwarze Haare und war bekleidet mit einem gestreiften, vermutlich blau-weißen T-Shirt.

Mit derselben Masche wurde eine 87-jährige Frau in der Hölderlinstraße betrogen. Als der Mann die 87-Jährige im Tausch gegen den Goldring nach einer kleinen finanzielle Hilfe fragte, wollte sie ihm einen 5-Euro-Schein aus dem Geldbeutel geben. Hierbei fiel ihr ein 20-Euro Schein auf den Boden fiel. Der Täter steckte den 20-Euro-Schein in die Tasche mit dem Hinweis, es gebe ja Finderlohn für den Ring. In allen vier Fällen handelte es sich um wertlose Ringe mit falscher Punzierung. Ob es sich bei den Tätern um jeweils den gleichen Mann gehandelt hat, ist nun unter anderem Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.