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Waiblingen: Falsche Polizisten bringen Rentnerin um 15500 Euro

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Symbolbild. © ZVW/Gabriel Habermann
Falsche Polizeibeamte haben am 24.04. eine Rentnerin um 15 500 Euro gebracht. Nach Angaben der Polizei klingelten vermutlich am 20.04. oder am 21.04. zwei Männer und zwei Frauen an der Haustüre einer 68-Jährigen. Sie gaben sich als Polizeibeamte aus. Die Geschädigte gab an, dass die Männer eine Uniform trugen. Laut Polizei habe einer der Männer der 68-Jährigen einen Zettel gezeigt, auf dem der Name der 68-Jährigen notiert gewesen sei. Sie gaben vor, die Notiz bei Verbrechern aufgefunden zu haben. Weiterhin behaupteten sie, dass das Geld der älteren Frau zu Hause nicht mehr sicher sei, weil möglicherweise bei ihr eingebrochen werde. 

  

In den folgenden Tagen rief eine Frau die Rentnerin mehrmals an. In den Telefongesprächen sagte die Anruferin der Rentnerin, ihr Geld sei auch bei der Bank nicht mehr sicher und ihre Konten würden geplündert werden. Am Vormittag des 24.04. ging die 68-Jährige zu ihrer Bank und hob 10 000 Euro von ihrem Sparbuch und weitere 500 Euro von ihrem Girokonto ab. Die 500 Euro übergab sie nach eigenen Angaben noch vor Ort an eine angebliche Polizistin, den Umschlag mit den 10 000 Euro überreichte sie gegen Mittag an ihrer Wohnanschrift im Alfred-Diebold-Weg einem männlichen "Kollegen".

Weitere 5000 Euro auf ein fremdes Bankkonto zu überwiesen

Doch damit nicht genug: Nachdem die Rentnerin das Geld übergeben hatte, erhielt sie weitere Anrufe. Die Betrüger überzeugten sie, gegen 17 Uhr erneut zu ihrer Bankfiliale zu gehen. Dort gab ihr eine Betrügerin Anweisungen, 5000 Euro auf ein fremdes Bankkonto zu überweisen. Als die Überweisung erfolgreich durchgeführt war, beendeten die Betrüger das Gespräch, weitere Anrufe gingen bei der Geschädigten nicht mehr ein. Erst als die Bank die 68-Jährige am 04.05. darüber informierte, dass sie vermutlich Opfer eines Betruges geworden sei, erstattete die Rentnerin Anzeige bei der Polizei.

Der Mann, der am 24.04. zur Mittagszeit im Alfred-Diebold-Weg das Geld entgegen nahm, wird von der Geschädigten wie folgt beschrieben:

 

- Er war etwa 1,90 Meter groß

- er war zwischen 35 und 40 Jahre alt

- er hatte schwarzes, volles Haar und einen dunklen Teint

- er soll einen Kinn- und einen Schnurrbart getragen haben.

  

 Zur Tatzeit trug der Mann ein schwarzes Hemd, eine schwarze Hose und vermutlich schwarze Schuhe. Die Waiblinger Kriminalpolizei sucht nun dringend Zeugen, die Hinweise zur genannten Person bzw. zur Tätergruppierung geben können. Diese werden gebeten, sich telefonisch unter der Nummer 07151 9500 zu melden.