Blaulicht

Was die Polizei zum Umgang mit Horror-Clowns rät

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Symbolbild. © Christine Tantschinez

Aalen/Waiblingen. Die Meldungen über Horror-Clowns nehmen zu, auch im Südwesten: Als Clowns verkleidete Übeltäter, die Passanten teilweise real, teilweise nur andeutungsweise bedrohen. Auch im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Aalen häufen sich die Meldungen über Clown-Sichtungen

Bisher keine Sichtkontakte 

Die Polizei geht allen diesen Meldungen nach, hatte bislang selbst aber noch keinen Sichtkontakt zu einem der Clowns. Straftaten wurden in diesem Zusammenhang bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht angezeigt. Die Ermittlungen der Polizei erbrachten in einigen Fällen, dass die scheinbaren Augenzeugen ihre Erkenntnisse aus dem Netz oder vom Hörensagen haben.

Sicherlich gibt es auch echte Beobachtungen. Allerdings tummeln sich im Internet auch Seiten, die gezielt und eindeutig in die Irre führen wollen und Falschmeldungen verbreiten. Dort werden erfundene Schreckensmeldungen, teilweise mit konkreten Ortsangaben gepostet. Solche Meldungen werden dann kopiert, weitergeleitet und geteilt. Die Falschmeldungen verbreiten sich dadurch rasend schnell. 

Sicherlich machen das manche Personen auch bewusst, um sich damit auf einfachste Art an einem zumindest schlechten Scherz zu beteiligen. Viele tappen aber unbedarft in diese Falle, weil sie solchen Meldungen vertrauen. Ein häufig genannter Grund für die Weiterverbreitung: Die Angst etwas falsch zu machen, wenn man eine solche Nachricht nicht weiterleitet. Die lawinenartige Verbreitung wird dadurch aber erst möglich - denn allein die schiere Menge der scheinbaren Bestätigungen erhöhen dann wieder die Glaubwürdigkeit einer falschen Meldung.

Polizei bittet um bedachtes Vorgehen

Die Polizei bittet, auch an Meldungen im Netz mit derselben Lebenserfahrung heranzugehen, mit der man auch reale Begegnungen bewertet. Nicht zu hinterfragende Meldungen von unbekannten Urhebern sollten nicht weitergeleitet werden. Wer sich nicht sicher ist, findet auf den Seiten des Vereins zur Aufklärung über Internetmissbrauch mimikama eine Übersicht über Falschmeldungen, Betrugsfällen sowie Computersicherheit. 

Warnung an alle Horror-Clowns

 Menschen verfolgen, bedrohen, nötigen oder angreifen ist strafbar, auch für den Täter unter einer Clownsmaske, auch unter dem Deckmantel eines Scherzes. Selbst das bloße Erschrecken kann eine Straftat werden, wenn der Erschreckte dadurch einen Schaden erleidet. Die Polizei wird solche Taten verfolgen.

Verhalten bei einer Clown-Sichtung

Sollten Sie tatsächlich mit einer Bedrohungssituation konfrontiert werden: 

  1. Versuchen Sie der Situation aus dem Weg zu gehen
  2. Provozieren Sie Ihr Gegenüber nicht
  3. Wenn Sie angegangen werden, versuchen Sie Kontakt zu anderen herzustellen und fordern Sie Unterstützung ein
  4. Seien Sie laut und auffällig  
  5. Verständigen Sie schnellstmöglich die Polizei über den Notruf 110
  6. Die Polizei rät grundsätzlich von einer eigenen "Bewaffnung" ab
  7. Helfen Sie selbst anderen Hilfebedürftigen, wenn Sie Zeuge solcher bedrohlichen Situationen werden
  8. Greifen Sie nicht zur Selbstjustiz