Blaulicht

Winnenden: Falsche Polizeibeamte erbeuten 20.000 Euro

Telefon falsche Polizisten
Symbolbild. © Pixabay.com / CC0 Public Domain

Aktuell kommt es im Rems-Murr-Kreis zu einer Vielzahl an Anrufen von falschen Polizeibeamten, insbesondere bei älteren Bürgern. "Leider hatten die Täter am Freitagnachmittag mit ihrer Masche bei einer 78 Jahre alten Frau aus Winnenden Erfolg", heißt es in einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Aalen vom Montagmorgen (05.07.).

Gold und Schmuck im Wert von 20.000 Euro

Demnach wurde der Frau gegen 12.30 Uhr von den Tätern mitgeteilt, dass ihr Sohn einen tödlichen Unfall verursacht habe und sie zur Abwendung einer Gefängnisstrafe eine Kaution hinterlegen müsse. Gegen 13.45 Uhr begab sich die arglose Dame daraufhin vor das Amtsgericht Waiblingen und übergab dort den Tätern Gold sowie diversen Schmuck im Gesamtwert von rund 20.000 Euro.

Die angeblichen Polizeibeamten meldeten sich anschließend erneut bei der Geschädigten und versuchten, an weitere Wertgegenstände zu gelangen, was aber letztlich verhindert werden konnte. Zeugen, die am Freitagnachmittag (02.07.) im Bereich des Amtsgerichts Waiblingen entsprechende Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Waiblingen unter der Telefonnummer 07151 9500 in Verbindung zu setzen.

Aus gegebenem Anlass weist die Polizei erneut darauf hin, bei solchen Anrufen entsprechend misstrauisch zu sein, im Zweifelsfall das Gespräch zu beenden und anschließend selbst die Polizei anzurufen. Hierbei darf jedoch nicht die evtl. im Display des Telefons angezeigte Nummer des vorherigen Anrufers benutzt werden, sondern die tatsächliche Rufnummer der zuständigen Polizeidienststelle oder auch die Notrufnummer 110. Auch sollten jüngere Angehörige ihre lebensälteren Verwandten immer wieder auf die Betrugsmasche aufmerksam machen und sie zur Vorsicht anhalten.

Weitere Informationen zum Betrugsphänomen "Falscher Polizeibeamter" sowie zu weiteren Betrugsarten und auch Tipps, wie man sich gegen Betrüger schützen kann, finden sich auf den Internetseiten der polizeilichen Kriminalprävention unter www.polizei-beratung.de oder können bei jeder Polizeidienststelle erfragt werden.

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