VfB Stuttgart

Carlos Mané kehrt zurück zu Sporting Lissabon

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Carlos Mané ist nach nach seinem Sehnenriss wieder fit und hat am Donnerstag am Trainingsauftakt bei Sporting Lissabon teilgenommen. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart/Lissabon. Die Hoffnungen der VfB-Fans, ihren Flügelflitzer Carlos Mané noch einmal im VfB-Trikot in Aktion zu sehen, haben sich wohl zerschlagen: Der 24-jährige Portugiese kehrt zurück zu seinem Stammverein Sporting Lissabon. Eine erneute Leihe oder gar ein Verkauf an den VfB Stuttgart ist damit wohl vom Tisch.

Carlos Mané ist nach nach seinem Sehnenriss wieder fit und hat am Donnerstag am Trainingsauftakt in Lissabon teilgenommen. Der portugiesische U-21-Nationalspieler war im Sommer 2016 von Sporting für zwei Jahre an den damaligen Zweitligisten Stuttgart ausgeliehen worden. Für die Schwaben stand Mané in 20 Pflichtspielen auf dem Platz, erzielte sechs Tore und bereitete weitere sechs Treffer vor.

Zuletzt hatte sich der Offensivspieler immer wieder mit Verletzungen geplagt. Einer schweren Knieverletzung im Sommer 2017 folgte im Januar 2018 eine Oberschenkel-Blessur. In der Bundesliga kam Mané für den VfB Stuttgart nicht zum Einsatz.

"Ich verspüre einen großen Hunger, wieder Fußball zu spielen", so Mané in einem auf der Sporting-Homepage veröffentlichten Statement. Er sei Stolz, wieder für seinen "Herzens-Verein" spielen zu dürfen.

Chaos bei Sporting Lissabon

In seinem "Herzens-Verein" geht es aktuell allerdings drunter und drüber: Torhüter Rui Patrício hatte ebenso wie der Ex-Wolfsburger Bas Dost und weitere wichtige Spieler von Sporting nach einer Hooligan-Attacke seinen Vertrag bei dem Club gekündigt. Vermummte waren am 15. Mai auf dem Trainingsgelände des Vereins bis in die Umkleidekabine eingedrungen. Sie prügelten auf mehrere Spieler und Trainer ein.

Dost trug schwere Kopfverletzungen davon. "Wir alle haben um unser Leben gebangt", schrieb Torwart Patrício in einem Brief an den Verein, der von Medien veröffentlicht wurde.

Für die Attacke und weitere Unruhen im Verein wird Präsident de Carvalho verantwortlich gemacht. Der 46-Jährige hatte zum Beispiel im Frühjahr nach dem Aus im Viertelfinale der Europa League gegen Atlético Madrid die Profis ungewöhnlich scharf kritisiert und 19 Spieler sogar suspendiert.

De Carvalho hob die interne Sperre nach kurzer Zeit zwar auf, setzte seine öffentliche Kritik nach Punktverlusten in der Liga aber fort.