VfB Stuttgart

Christian Gentner wird zum "Captain Fantastic"

Christian Gentner bejubelt sein Tor gegen Bremen_0
Der "Mann mit der Maske" bejubelt seinen Treffer zum 1:0. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart.
Arm in Arm hüpften die VfB-Profis nach dem 2:0-Heimsieg gemeinsam mit der Cannstatter Kurve und bejubelten zum einen den nächsten Heimdreier und zum anderen den endlich auch rechnerisch perfekten Klassenverbleib. 

Gegen Werder zeigte der Aufsteiger eine erfrischende und mutige erste Halbzeit und ging verdient in Führung. Im zweiten Durchgang mussten die VfB-Fans dann allerdings wieder lange zittern, ehe der eingewechselte Berkay Özcan in der Nachspielzeit für die endgültige Entscheidung sorgte.

Ron-Robert Zieler: Der VfB-Keeper wurde von der Bremer Offensive zunächst kaum geprüft. Doch direkt nach Wiederanpfiff der zweiten Hälfte musste der ehemalige Nationalkeeper zweimal eingreifen. Zunächst fischte der 29-Jährige einen Gondorf-Schlenzer aus dem Eck (48.) und wenig später parierte er aus kurzer Distanz einen Friedl-Kopfball (52.) - Note: 2

Emiliano Insua: Sprintete und flankte wie zu besten Zweitliga-Zeiten. Bereitetet nicht nur Gentners Kopfballtor mit einer feinen Flanke vor, sondern sorgte mit seinen Dribblings immer wieder für Gefahr. Ein starker Auftritt des 29-jährigen Argentiniers - Note: 2

Holger Badstuber: Souverän und abgezockt lenkte der erfahrene Innenverteidiger die Stuttgarter Defensive gegen vor allem in Durchgang eins überraschend harmlose Bremer. War der beste Zweikämpfer auf dem Feld und bekam von den Statistikern eine 100 prozentige Quote attestiert - Note: 2

Benjamin Pavard: Auch der französische Nationalspieler hatte mit Kruse, Belfodil und Co. kaum Probleme und konnte mit einigen präzisen Flugbällen glänzen - Note: 2 

Timo Baumgartl: Der Blondschopf vertrat auf ungewohnter Position den verletzten Andreas Beck und so löste der gelernte Innenverteidiger seine Aufgabe als „Aushilfs-Rechtsverteidiger“ ordentlich und ohne größere Probleme - Note: 3

Santiago Ascacibar: War mit kahlgeschorenem Kopf auch gegen Werder im Kampfmodus. Die Fans feiern den Argentinier wegen seiner leidenschaftlichen Zweikampfführung. Das Offensiv-/Aufbauspiel bleibt aber nach wie vor das Manko von „El Rusito“ - Note: 3

Dennis Aogo: Agierte gewohnt umsichtig und souverän im Zentrum, verschleppte aber in einigen Konter-Situationen das Tempo - Note: 3 

Christian Gentner: Der „Mann mit der Maske“ überzeugte nicht nur wegen seines ersten Saisontreffers, sondern auch wegen seiner lauf- und kampfstarken Spielweise. Wurde deshalb von Michael „Michi“ Beck von den Fantastischen Vier schon in der Halbzeitpause auf den Namen „Captain Fantastic“ getauft - Note: 2 

Erik Thommy: Knüpfte an seinen starken Auftritt aus der Vorwoche gegen Hannover an und wirbelte auf der linken Seite. Was ihm an diesem Samstag allerdings abging, war der Zug zum Tor und die Durchsetzungsstärke in den Zweikämpfen - Note: 3

Daniel Ginczek: Fleißig, aber glücklos. Brachte seinen Sturmpartner Mario Gomez einmal sehenswert mit einer Kopfball-Ablage in Position, blieb aber ansonsten über weite Strecken blass und wurde nach 57 Minuten ausgewechselt - Note: 4 

Mario Gomez: Hatte ähnlich wie Kollege Ginczek einen arbeitsreichen, aber glücklosen Tag. Vergab seine beste Chance in Halbzeit eins und verfehlte in Durchgang zwei einmal nur knapp aus der Distanz - Note: 4

Berkay Özcan (ab der 57. Minute für Daniel Ginczek): War in der Nachspielzeit zur Stelle und erlöste die zitternden VfB-Fans mit seinem zweiten Saisontor - Note: 2 

Anastasios Donis (ab der 66. Minute für Erik Thommy): Der Grieche bekam seine Chance und nutzte diese auch. Spielte in der Schlussphase bei einigen Kontern seine Schnelligkeit aus, feuerte die meisten Torschüsse ab (3) und legte Berkay Özcan den Treffer zum 2:0 auf - Note: -

Marcin Kaminski (ab der 82. Minute für Mario Gomez): Half mit, den Vorsprung über die Ziellinie zu bringen - Note: -


Die Benotung:

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form