VfB Stuttgart

Daniel Ginczek und sein Kurzzeit-Comeback

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Daniel Ginczek trainierte am Mittwoch fokussiert mit der Mannschaft. Mit seinem nächsten Comeback kann aber wohl erst zur Rückrunde gerechnet werden. © Danny Galm
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Der Prozess zurück zur vollen Leistungs- und Einsatzfähigkeit "ist nicht so einfach. Das dauert einfach seine Zeit", so VfB-Cheftrainer Hannes Wolf (l.). © Danny Galm

Stuttgart.
Es war mal wieder so ein Gänsehautmoment in der Stuttgarter Arena. Als Daniel Ginczek am 21. Oktober im Heimspiel gegen den TSV 1860 München nach mehrmonatiger Verletzungspause in der 82. Minute eingewechselt wurde, erhoben sich 50 000 von ihren Sitzen und bejubelten frenetisch die Rückkehr ihres Torjägers. Via Instagram sprach der Torjäger von von einem "der emotionalsten Tage meines Lebens! Ich hatte Tränen in den Augen."

Am Mittwoch trainierte Daniel Ginczek mit der Mannschaft, allerdings auch mit angezogener Handbremse.

Der Torjäger ist wieder da, dachten und hofften viele VfB-Fans. Doch die Freude über Ginczeks Comeback, der davor rund ein Jahr lang nach einem Bandscheibenvorfall im Nacken und einem Kreuzbandriss im Knie pausieren musste, währte nur kurz. Seit seiner Einwechslung gegen die Löwen hat der 25-Jährige hat keine Pflichtspielminute mehr absolviert. Im Moment plagen den Mittelstürmer muskuläre Probleme. 

Am Montag musste Ginczek das Mannschaftstraining nach der Hälfte unterbrechen. Ein Schlag auf den linken Oberschenkel zwang den Stürmer zum vorzeitigen Duschen. „Mit seinem Knie ist aber alles in Ordnung. Nach einer so langen Verletzungspause gehen wir bei Daniel kein Risiko“, so Cheftrainer Hannes Wolf nach der Einheit. Der Prozess zurück zur vollen Leistungs- und Einsatzfähigkeit "ist nicht so einfach. Das dauert einfach seine Zeit", so Hannes Wolf.

Ginczeks lange Verletzungshistorie

Das Risiko eines Rückschlags ist groß, Ginczeks Verletzungshistorie lang: Kreuzbandriss, Zehenbruch, Innenbandriss, Bandscheibenvorfall. Der Körper des 25-Jährigen wurde in jungen Jahren schon arg geschunden. VfB-Cheftrainer Hannes Wolf kennt Ginczek bereits seit seiner Zeit beim BVB. Vom Vollblutstürmer hat er eine hohe Meinung: „Ich glaube jeder weiß, was Daniel für eine Karriere gemacht hätte, wenn er nicht immer wieder mit Verletzungen hätte kämpfen müssen.“ 

Die Schwaben wollen in Bezug auf die Personalie Ginczek kein Risiko eingehen. Der Stürmer wird gebraucht. Vor allem 2017, wenn es für den VfB in die heiße Phase der Saison geht.


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