VfB Stuttgart

„Das war heute ein Scheißtag“

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Vulkan an der Seitenlinie: VfB-Trainer Tim Walter. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart.
Auch an Tim Walter war die erste Saisonniederlage des VfB Stuttgart nicht spurlos vorbeigegangen. Mit heiserer Stimme und sichtlich geknickt sprach der Cheftrainer der Schwaben auf der Pressekonferenz nach dem 1:2 gegen Aufsteiger Wehen Wiesbaden deutliche Worte: "Wir haben die Anfangsphase total verschlafen und zu wenig gemacht. Das war heute ein Scheißtag. Wir hätten noch viel länger spielen können und hätten trotzdem kein Tor erzielt.“ 

„Es gibt solche Tage. Das wissen wir alle“ 

Weniger emotional, aber genauso deutlich analysierte Sportdirektor Sven Mislintat die vorangegangen 90 Minuten, in denen der große Meisterschaftsfavorit seine Fans vor allem im ersten Durchgang herbe enttäuschte: „Wir werden in der Woche mal darüber sprechen müssen, warum wir nicht scharf und wach genug waren.“

In der Bewertung des Spiel müsse man aber auch die zweiten 45 Minuten miteinberechnen, so Mislintat: „Die erste Hälfte war nicht gut. Da brauchen wir gar nicht darüber reden. Aber man muss auch die zweite Halbzeit sehen und da müssen wir uns mal mindestens mit dem 2:2 belohnen.“ Geknickt räumte er aber auch ein: „Es gibt solche Tage. Das wissen wir alle. Wir sind auch keine Maschinen.“ 

Torhüter Gregor Kobel gab sich selbstkritisch beim zweiten Wiesbadener Treffer eine Mitschuld. Aus spitzem Winkel hatte Manuel Schäffler den Schweitzer zum zweiten Mal an diesem Freitagabend überwunden: „Eine sehr ärgerliche Situation, das geht zum Teil auch auf meine Kappe.“ 

„Die Schlussphase des VfB war extrem, sie haben unglaublich gedrückt"

Ganz anders war die Gefühlslage im Lager des SV Wehen Wiesbaden. Trainer Rüdiger Rehm strahlte nach dem zweiten Saisonsieg des Aufsteigers. „Ich bin sehr glücklich, dass wir bei einem unfassbar starken Gegner drei Punkte geholt haben“, so Rehm, der das Prädikat "glücklich" besonders betonte. „Die Schlussphase des VfB war extrem, sie haben unglaublich gedrückt." Dennoch wollte der Ausgleich für die Schwaben nicht mehr fallen - auch aufgrund von vier Aluminum-Treffern der Stuttgarter Angreifer. 

Und auch Torhüter Heinz Lindner, der erst am Mittwoch verpflichtet worden war, trug seinen Teil bei und klärte beispielsweise stark mit dem Fuß gegen Mario Gomez (85.). Der ehemalige österreichische Nationalkeeper war im Anschluss an die Partie völlig aus der Puste und hatte auch schon auf dem Platz die Unterstützung seiner Teamkollegen gebraucht. In bester Kreisliga-Manier hatten seine Innenverteidiger die Abstöße nach vorne geprügelt. „Nach zweieinhalb Monaten auf der Couch und gefühlt 400 Abstößen ist es ganz normal, dass mal etwas zwickt“, schmunzelte Lindner in der Mixed-Zone.


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