VfB Stuttgart

Den VfB plagen große Personalsorgen

VfB-Trainer Markus Weinzierl_0
Die Startelf für's kommende Heimspiel gegen Berlin stellt sich quasi von alleine auf. © ZVW/Danny Galm
Stuttgart.

Wettergott Petrus scheint aktuell sehr eng mit dem VfB Stuttgart in Verbindung zu stehen. Zumindest passen sich die äußeren Bedingungen auf dem Clubgelände der aktuell tristen Stimmung beim Club mit dem Brustring an. So erwartete die zehn Ersatzspieler am Tag nach der deutlichen 0:3-Niederlage beim Tabellenzweiten aus Gladbach eine steife Brise, Regen und dunkle Wolken über Bad Cannstatt.

Während der zuletzt verletzte Linksverteidiger Borna Sosa beim Aufwärmen noch bei der Mannschaft war, fanden die anschließenden Spiel- und Passformen ohne den jungen Kroaten statt. Der 20-Jährige trainierte individuell mit Athletiktrainer Matthias Schiffers. Die Startelf des gestrigen Abends saß im Kraftraum auf den Hometrainern.

Ein stiller Markus Weinzierl beobachtete die knapp einstündige Trainingseinheit. Der Trainer wirkte phasenweise tief in Gedanken versunken, während er – mit einem Ball jonglierend – über den Platz lief. Möglicherweise dachte er da bereits darüber nach, wie er seine personell doch arg gebeutelte Mannschaft im anstehenden Heimspiel gegen Hertha BSC auf den Platz schicken möchte.

Die Startelf stellt sich mehr oder weniger von selbst auf. Das Lazarett lichtet sich auch nach der Partie in Mönchengladbach nicht – ganz im Gegenteil: Es kamen mit Rechtsverteidiger Andreas Beck (Schlag aufs Knie), Benjamin Pavard (Muskelbündelriss) und Dennis Aogo (Wade hat zugemacht) sogar noch drei weitere leicht bis schwerer Verletzte hinzu. „Benji wird uns in der Hinrunde nicht mehr zur Verfügung stehen. Bei Andi und Dennis ist es schwer, eine Prognose zu treffen. Wir müssen von Tag zu Tag schauen, ob es bei den beiden reicht oder nicht“, sagt Weinzierl.

Im Hinblick auf das kommende Heimspiel am Samstag um 15.30 Uhr (ZVW-Liveticker) gibt Weinzierl die Marschroute vor: „Wir müssen in dieser schwierigen Situation alle Kräfte mobilisieren“, appelliert er und verspricht, sich „gegen alle Widrigkeiten zur Wehr setzen“ zu wollen. Bei allem Respekt, die Hertha aus Berlin habe „nicht dieselbe individuelle Qualität nach vorne“ wie der Tabellenzweite.

„Zu Hause haben wir bis jetzt ganz gute Spiele gezeigt. Nun muss ich mir viele Gedanken machen, wer alles einsetzbar ist und wo überall auf dem Feld spielen kann“, so Weinzierl - dessen Gedankenspiele vor einer „entscheidenden englischen Woche“ mit dem heutigen Tag beginnen. Die Alternativen sind jedenfalls rar gesät.