VfB Stuttgart

Der rote Brustring wird zum Regenbogen: Warum der VfB im Heimspiel gegen Mainz in einem Sondertrikot auflaufen wird

Vielfalt
Die Sondertrikots erscheinen in einer Auflage von 1893 Exemplaren. © VfB Stuttgart

Um ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz zu setzen, wird sich der traditionell rote Brustring auf dem Trikot des VfB Stuttgart am Freitagabend (29.01.) in einen knallbunten Regenbogen verwandeln. Der Club beteiligt sich so auch in diesem Jahr am „Erinnerungstag im Deutschen Fußball“ und wird im Heimspiel gegen den FSV Mainz (ab 20.30 Uhr im ZVW-Liveticker) in einem Sondertrikot auflaufen. Die Trikots erscheinen in einer Auflage von 1893 Exemplaren. „Mit dem Brustring in Regenbogenfarben wird das Team auf dem Platz und in die Wohnzimmer der Zuschauer hinein ein leuchtendes Signal für eine bunte Gesellschaft senden, in der alle Lebensweisen gleichermaßen anerkannt sind“, heißt es in einer Mitteilung.

Wir brauchen Ihre Zustimmung
Dieser Inhalt wird von Twitter bereit gestellt. Wenn Sie den Inhalt aktivieren, werden ggf. personenbezogene Daten verarbeitet und Cookies gesetzt.
Mehr erfahren

 

Die getragenen Trikots der Stuttgarter Profis werden im Anschluss an das Mainz-Spiel über das Auktionsportal „United Charity“ zugunsten der „VfBfairplay Projekte“ versteigert. Präsident Claus Vogt zum Engagement seines Vereins: „Auch in unseren eigenen Reihen gab es Menschen, vor allem jüdischen Glaubens, die in Vernichtungslagern gequält und ermordet wurden. Diese Verbrechen an unschuldigen Menschen zu verurteilen und die Erinnerung an die Opfer wach zu halten, ist unser tiefes Bedürfnis und unsere Pflicht.“

Im Rahmen des „Erinnerungstags im deutschen Fußball“ stehen in diesem Jahr besonders jene Menschen im Fokus, die aufgrund ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität als „Abartige und Homosexuelle“ stigmatisiert und brutal verfolgt wurden. „Diesen Menschen wurde ihre Würde und das Recht auf ihre geschlechtliche und sexuelle Selbstbestimmung genommen“, sagt der VfB-Vorstandsvorsitzende Thomas Hitzlsperger zu den Gräueltaten der Nationalsozialisten. Deshalb laute die klare Botschaft zum Erinnerungstag: „Nie wieder dürfen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert werden“.