VfB Stuttgart

"Der VfB gehört in die Bundesliga"

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VfB-Neuzugang Josip Brekalo hat klare und ehrgeizige Ziele mit dem VfB: „Der VfB gehört normalerweise nicht in die 2. Bundesliga. Der VfB ist einer der Top-Clubs in Deutschland.“ © Danny Galm

Stuttgart.
Josip Brekalo macht mit seinen 18 Jahren schon einen aufgeräumten und klaren Eindruck. VfB-Sportvorstand Jan Schindelmeiser konnte den jungen Kroaten im Winter vom VfL Wolfsburg an den Neckar lotsen. Mit dem VfB hat der Linksaußen, der gegen Fortuna Düsseldorf sein Pflichtspiel-Debüt feiern durfte, ein klares und ehrgeiziges Ziel: „Ich werde alles dafür tun, dass wir mit dem VfB Stuttgart in die Bundesliga aufsteigen.“

Neuzugang Josip Brekalo über…

…seine ersten Eindrücke vom VfB Stuttgart: „Ich bin sehr glücklich, dass ich jetzt hier bin. Der Trainer und das Team sind sehr jung – das ist gut. Der Verein ist wirklich groß, hat fantastische Fans und ich mag die Stadt. Ich werde hier eine tolle Zeit haben.“

…seinen Wechsel in die 2. Liga zum VfB Stuttgart: „Alle Spieler hier beim VfB Stuttgart wollen den nächsten Schritt machen. Der Wechsel zum VfB ist für mich der richtige Schritt in meiner Karriere.“

…Trainer Hannes Wolf: „Hannes Wolf spielt für mich eine große Rolle. Er verfolgt meine Karriere schon seit vier Jahren, als er noch bei Borussia Dortmund war. Er hat mich einige Male live beobachtet. Mein Berater Juri (Anm. d. Red. Ex-VfB-Spieler Jurica Vranješ) hat mir gesagt, dass er unbedingt mit mir arbeiten möchte. Das war für mich ganz wichtig. Ich bin jung und brauche Hilfe vom Trainer.“

…den Vergleich zwischen dem Fußball in seiner Heimat Kroatien und der 2. Bundesliga: „In meiner Heimat habe ich für den besten Club Kroatiens (Anm. d. Red. Dinamo Zagreb) gespielt. Hinter Dinamo gibt es nicht viele Clubs, die wirklich mithalten können. Das ist hier in der 2. Bundesliga anders. Die Stadien sind immer voll und jeder kann gegen jeden gewinnen.“

…den VfB Stuttgart: „Der VfB gehört normalerweise nicht in die 2. Bundesliga. Der VfB ist einer der Top-Clubs in Deutschland. Ich denke, dass wir nächstes Jahr wieder in der Bundesliga spielen.“

…seine Spielweise: „Ich bin ein Flügelspieler, der mit Tempo ins Eins-gegen-eins gehen kann. Aber ich denke, ich kann das Spiel auch gut aufbauen. Dennoch muss ich noch eine Menge lernen.“

…seine Vorbilder: „Wenn ich mir Fußballspiele auf absolutem Top-Level anschaue - zum Beispiel Real Madrid gegen den FC Barcelona - dann beobachte ich Spieler, die auf meiner Position spielen. Ich schaue mir an was sie tun, wie sie Situationen lösen und versuche mir dann etwas abzuschauen. Ich würde  sagen, dass Christiano Ronaldo mein Lieblingsspieler ist. In der Bundesliga finde ich Franck Ribery gut.“

Nach einem schwierigen halben Jahr beim VfL Wolfsburg möchte Josip Brekalo beim VfB den nächsten Schritt seiner noch jungen Karriere machen. (F: Galm / ZVW)

…seine Probleme beim VfL Wolfsburg: „Mein Start in Wolfsburg war eigentlich ganz gut. Ich hatte einen Trainer (Anm. d. Red. Dieter Hecking), der zu mir sagte ich solle mich Schritt für Schritt entwickeln. Ich hatte keinen Druck auf den Schultern lasten. Als Dieter Hecking dann entlassen wurde und Valerie Ismael übernahm, befand sich der Verein in einer schwierigen Lage.  Der Druck war groß. In so einer Situation setzt ein Trainer auf alte und erfahrene Spieler, nicht auf junge Talente. Das kann ich gut verstehen, aber es war hart für mich. Deshalb bin ich jetzt hier in Stuttgart. Ich will den Schritt, den ich in den letzten sechs Monaten nicht gemacht habe, nun hier beim VfB machen. Hier arbeitet ein junger Trainer mit einem jungen Team. Klar gibt es auch hier Druck - nämlich schnellstmöglich wieder in die Bundesliga aufzusteigen - aber die Qualität der Mannschaft ist groß und die Chance direkt wieder aufzusteigen auch.“

…seinen Status als „Wunderkind“: „Es ist hart, dass ich mit diesem Begriff in Verbindung gebracht werde. Das lädt Druck auf meine Schultern. Es gab schon viele „Wunderkinder“, die es letztendlich nicht geschafft haben. Ich muss hart arbeiten und mich immer weiter verbessern.“

…sein Selbstbewusstsein: „In Wolfsburg habe ich in der Zeit, als ich kein Stammspieler war, Extra-Schichten nach dem Training eingeschoben. Dadurch habe ich mich besser gefühlt. Ich denke ich brauche diese Extra-Einheiten. Wenn du als 18-jähriger Spieler glaubst, du bist ein fertiger Spieler, dann wirst du dich nicht weiterentwickeln.“

...seine Ziele mit dem VfB: „Ich möchte auf jeden Fall nächstes Jahr in der Bundesliga spielen und ich werde alles dafür tun, dass wir nächstes Jahr mit diesem Team und diesem Verein in der Bundesliga spielen. Der VfB gehört in die Bundesliga.“

Über Zagreb und Wolfsburg zum VfB Stuttgart

  • Josip Brekalo wurde 1998 in der kroatischen Hauptstadt Zagreb geboren. Der 1,80 Meter große Linksaußen durchlief alle Jugendmannschaften von Dinamo Zagreb und wechselte im Sommer 2016 für 6 Million Euro Ablöse zum VfL Wolfsburg in die Bundesliga. Für die „Wölfe“ absolvierte er lediglich vier Spiele in der Bundesliga und kam zu nur zwei Einsätzen für die zweite Mannschaft des VfL in der Regionalliga. Nach nur einem halben Jahr entschloss sich Brekalo die Niedersachsen in Richtung Stuttgart zu verlassen.

  • Der VfB hat den jungen Kroaten zunächst ausgeliehen. Steigen die Schwaben nach dieser Saison in die Bundesliga auf, dann verlängert sich die Leihe automatisch bis 2018. Schaffen die Stuttgarter den Sprung in die Bundesliga nicht, dann wird nach der Saison noch einmal mit dem VfL Wolfsburg verhandelt.