VfB Stuttgart

Der VfB legt sich die Gegentore quasi selbst ins Netz

VfB verliert in Wolfsburg_0
Lange Gesichter bei den Profis des VfB Stuttgart. © ZVW/Danny Galm

Wolfsburg.
Chancenlos war der VfB Stuttgart am Dienstagabend in der Wolfsburger VW-Arena. Bei der 0:2-Niederlage legten sich die Schwaben beide Gegentreffer quasi selbst ins Netz. Die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl bleibt somit weiter in akuter Abstiegsgefahr. Durch die Pleite in Wolfsburg und den Düsseldorfer Sieg rutschen die Stuttgarter auf Rang 16.

Wie es zur zehnten Saisonniederlage des VfB Stuttgart kam, zeigen wir in unserer ZVW-Analyse.

Formation und Aufstellung

Der 17-jährige Antonis Aidonis feierte in der Wolfsburger VW-Arena sein Startelf-Debüt in der Bundesliga. Der gelernte Innenverteidiger verteidigte im Stuttgarter 4-2-3-1-System für Andreas Beck, der wegen Knieproblemen nicht im Kader stand, hinten rechts. Die zweite Veränderung im Vergleich zum 2:1-Heimsieg gegen Berlin war die Startelf-Rückkehr von Anastasios Donis. Der Grieche rückte für Gonzalo Castro in die erste Elf, wo drei Tage nach dem tragischen Tod seines Vaters auch Kapitän Christian Gentner stand.

Spielidee und Taktik

In Wolfsburg wollte der VfB an die gute zweite Halbzeit aus dem siegreichen Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin anknüpfen. Hinter der einzigen Spitze Mario Gomez sollte die offensive Dreierreihe um Gonzalez, Akolo und Donis für Wirbel sorgen, dahinter Kapitän Gentner und Santiago Ascacibar das Stuttgarter Spiel stabilisieren. So zumindest die Theorie. In der Praxis fanden die Stuttgarter aber nie richtig ins Spiel - und vor allem nicht in die Zweikämpfe. Wolfsburg war dominant und strahlte mit seinem bulligen Sturmduo um den Ex-Stuttgarter Daniel Ginzcek und den Niederländer Wough Weghorst ständig Gefahr aus.

Spielentscheider

Es ist wie schon so oft in dieser Saison das Stuttgarter Offensivspiel, das Trainer Markus Weinzierl die Sorgenfalten auf die Stirn treibt. Zu den altbekannten Schwächen reihten sich am Dienstagabend noch folgenschwere Zuordnungsprobleme in der Defensive (vor dem 0:1) und ein fataler Fehlpass von Santiago Ascacibar (vor dem 0:2). Fehler, die sich eine Mannschaft in der Bundesliga einfach nicht erlauben darf. Ansonsten wird es eng mit dem Klassenverbleib.

Stimmen zum Spiel

VfB-Trainer Markus Weinzierl: „Wir haben Gegentreffer bekommen, die wir nicht bekommen dürfen. Wir wussten um die Kopfballstärke der Wolfsburger und bei Standards war die Zuteilung im Vorhinein klar geregelt. Beim 0:1 verteidigen wir nicht konsequent und auch beim zweiten Gegentor helfen wir mit und dann liegen wir in Wolfsburg mit 0:2 hinten. Das darf uns nicht passieren.“ 

VfL-Coach Bruno Labbadia: „Wir wollten uns unbedingt mit einem Sieg vor unserem Heimpublikum in die Winterpause verabschieden. Das ist uns gelungen und zwar eindrucksvoll. Wir wollten Stuttgart nie ins Spiel kommen lassen, weil wir wussten wie gefährlich der Gegner ist, wenn er Platz hat. Das haben wir gut gemacht. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung.“

Marc Oliver Kempf: „Wir sind mit einer guten Einstellung in das Spiel gegangen und wollten unbedingt an die zweite Hälfte aus dem Berlin-Spiel anknüpfen. Dann legen wir uns aber die Gegentore fast selbst rein. Danach ist es natürlich schwierig hier in Wolfsburg zurückzukommen. Hierfür hat uns die Zielstrebigkeit vor dem gegnerischen Tor gefehlt.“

Timo Baumgartl: „Wir haben die beiden Gegentore durch individuelle Fehler kassiert, die man in der Bundesliga einfach nicht machen darf. Nach vorne hat uns die Durchschlagskraft gefehlt. Das ist sicherlich ein Manko von uns, an dem wir in der anstehenden Winterpause arbeiten müssen. Zuvor werden wir aber versuchen, die Hinrunde mit drei Punkten zu beenden.“

Erik Thommy: „Wir hatten uns wieder einmal viel vorgenommen, kommen aber letztlich nicht richtig ins Spiel – vor allem kommen wir vor dem gegnerischen Tor nicht richtig in die Box. Am Samstag wollen wir das letzte Spiel des Jahres vor heimischem Publikum positiv zu gestalten.“

Ausblick 17. Spieltag

Freitag, 21. Dezember 

  • Borussia Dortmund - Bor. Mönchengladbach; 20.30 Uhr

Samstag, 22. Dezember

  • Bayer Leverkusen - Hertha BSC; 15.30 Uhr
  • RB Leipzig - Werder Bremen; 15.30 Uhr
  • VfB Stuttgart - FC Schalke 04; 15.30 Uhr
  • Hannover 96 - Fortuna Düsseldorf; 15.30 Uhr
  • 1. FC Nürnberg - SC Freiburg; 15.30 Uhr
  • Eintracht Frankfurt - Bayern München; 18.30 Uhr

Sonntag, 23. Dezember

  • FC Augsburg - VfL Wolfsburg; 15.30 Uhr
  • 1899 Hoffenheim - FSV Mainz 05; 18 Uhr