VfB Stuttgart

Der VfB macht den Klassenverbleib perfekt

Emiliano Insua_0
Großer Jubel bei Linksverteidiger Emiliano Insua, der gegen Bremen den ersten Stuttgarter Treffer vorbereitete. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat es geschafft und darf nach einem 2:0-Heimsieg über den SV Werder Bremen sicher für ein weiteres Jahr im Fußball-Oberhaus planen. Kapitän Christian Gentner köpfte den Aufsteiger mit seinem ersten Saisontor in Führung und der eingewechselte Berkay Özcan entschied die Partie in der Nachspielzeit. 

Vor dem Anpfiff sorgte die „Brenz Band“ für einen echten Gänsehautmoment in der mit 58.932 Zuschauern voll besetzten Stuttgarter Arena. Im Rahmen des Inklusions-Spieltages wurde die Neuauflage der Stadionhymne „Für immer VfB“ eingespielt, welche die zu einem großen Teil aus Menschen mit Behinderung bestehenden Gruppe gemeinsam mit den Rockern von "Die Fraktion" aufgenommen hatte. 

Korkut überrascht mit Baumgartl als Rechtsverteidiger

Zudem liefen die VfB-Profis an diesem Samstag mit besonderen Trikots: Um auf Inklusion im Sport- und Berufsalltag aufmerksam zu machen, räumte der VfB-Hauptsponsor den Platz auf dem roten Brustring für den Slogan „Was ist Inklusion?“ sowie einen individuellen Hashtag.

Auf dem Rasen überraschte VfB-Trainer Tayfun Korkut mit Timo Baumgartl auf der Position des verletzten Rechtsverteidigers Andreas Beck. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase gab es nach 13 Minuten eine doppelte Premiere: Emiliano Insua flankte mit links auf den Kopf von Kapitän Christian Gentner, der die Kugel auf fünf Metern im Bremer Kasten versenkte – Gentners erster Treffer in der laufenden Saison und Insuas erste Torvorlage in dieser Bundesliga-Spielzeit.

Verdiente Pausenführung für den VfB

Die Hausherren waren in der Folge das aktivere Team und wurden oft über die linke Seite gefährlich. So auch in der 27. Minute, als Emiliano Insua passgenau auf Daniel Ginczek flankte und der den Ball per Kopf auf Sturmpartner Mario Gomez ablegte. Der Nationalstürmer vergab anschließend nach einer feinen Drehung aus acht Metern. Die nächste Gelegenheit für den VfB hatte Mittelfeldspieler Dennis Aogo, der mit einem Freistoß aus 20 Metern an Werder-Keeper Pavlenka scheiterte (32.).

Beim SV Werder ging in den ersten 45 Minuten kaum etwas zusammen. Die Kohfeldt-Elf wirkte unkonzentriert und kam nur schwer in die entscheidenden Zweikämpfe. Im Offensivspiel leistete sich der SVW zu viele Ungenauigkeiten. Die beste Bremer Chance vergab Florian Kainz kurz vor der Halbzeit, als er freistehend die lange Ecke verfehlte (43.). Die Pausenführung für die Schwaben war verdient.

Doppelchance für Werder kurz nach dem Wiederanpfiff

Aus der Halbzeitpause kamen die Bremer dann mit deutlich mehr Schwung und so musste VfB-Keeper Ron-Robert Zieler direkt nach Wiederanpfiff zunächst einen Schlenzer von Jerome Gondorf aus dem Winkel fischen (48.) und dann aus kurzer Distanz einen Kopfball von Marco Friedl parieren (52.).

Die Bremer traten weiter aufs Gas, erspielten sich aber keine zwingenden Torchancen. Nach 64 Minuten feuerte Mario Gomez zum ersten Mal im zweiten Durchgang aufs Bremer Tor und verfehlte den Kasten aus 20 Metern nur knapp. Es entwickelte sich eine offene Partie, in der die Gäste aus Bremen mit zunehmender Spieldauer nach und nach das Risiko erhöhten.

Entscheidung in der Nachspielzeit

Je offensiver die Bremer spielten, desto mehr Räume zum Kontern ergaben sich für die Schwaben. Diese nutzte der VfB allerdings nicht konsequent und so mussten die VfB-Fans, wie schon in der Vorwoche gegen Hannover, lange zittern.

In der 88. Minute vergab der eingewechselte Anastasios Donis nach einem Konter die große Chance auf das zweite Stuttgarter Tor. Doch nur wenig später servierte der Grieche dem ebenfalls eingewechselten Berkay Özcan pfannenfertig und der 20-jährige Türke jagte das Leder zum 2:0-Endstand (90.+2.) in die Maschen.


VfB Stuttgart - SV Werder Bremen 2:0 (1:0)

Stuttgart: Zieler - Pavard, Baumgartl, Badstuber, Insua - Ascacibar, Aogo - Gentner, Thommy (66. Donis) - Ginczek (57. Özcan), Gomez (82. Kaminski)

Ersatzbank: Meyer (Tor), Akolo, Mangala, Bruun Larsen

Trainer: Tayfun Korkut

Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Friedl - Bargfrede - M. Eggestein, Gondorf (71. Junuzovic) - Belfodil (71. Johannsson), Kainz (62. Rashic) - Kruse

Ersatzbank: Drobny (Tor), Bauer, Langkamp, J. Eggstein

Trainer: Florian Kohfeldt

Tore: 1:0 Gentner (13.), 2:0 Özcan (90.+2)

Schiedsrichter: Sören Storks (Velen)

Zuschauer: 58.932 (ausverkauft)