VfB Stuttgart

Der VfB und die „Kraft des Glaubens“: Wie sich die Schwaben gegen Union Berlin ein 2:2 erkämpften

Fußball Bundesliga VfB Stuttgart vs. Union Berlin
Artistische Flugeinlage: VfB-Stürmer Nicolas Gonzalez erzielte gegen Union Berlin um ein Haar ein spektakuläres Fallrückzieher-Tor. © Pressefoto Baumann

Dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang und dank des Doppelpacks von Joker Sasa Kalajdzic kam der VfB Stuttgart am Dienstagabend im Heimspiel gegen Union Berlin nach einem 0:2-Rückstand noch zu einem verdienten Unentschieden. 

Die Treffer von Marvin Friedrich (4. Minute) und Taiwo Awoniyi (77.) schienen zunächst den Unterschied zugunsten der effizienten Unioner auszumachen. Doch ein Doppelschlag des in der 80. Minute eingewechselten Österreichers (85./90.) in der turbulenten Schlussphase rettete den Schwaben immerhin einen Punkt. Aber woher nahmen die Schwaben die Kraft für dieses Comeback? Trainer Pellegrino Matarazzo lieferte nach dem Spiel die passende Erklärung:

„Am Schluss war es vielleicht die Kraft des Glaubens. Wir haben es schon öfters erlebt, dass wir zurückkommen können und sicherlich haben die Wechsel uns geholfen. Jeder Wechsel hat uns Kraft gegeben. Wir haben heute etwas gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Der Gegner war sehr giftig und hat die Räume immer wieder enggemacht. Wir haben zunächst in der ersten Hälfte nicht unseren Rhythmus gefunden, haben aber dennoch den Kampf angenommen. Die zweite Hälfte war dagegen ganz ordentlich. Wir haben Umstellungen vorgenommen und den Vorwärtsgang eingelegt. Die Mannschaft hat Moral bewiesen und der Punkt geht in Ordnung.“

Die weiteren Stimmen zum Spiel:

Union-Trainer Urs Fischer: „Wir waren in der ersten Hälfte dominant und hätten höher als 1:0 führen könnten. In der zweiten Hälfte hätten wir aber auch früher den Ausgleich kassieren können. Die Mannschaft hat bis zum Ende gefightet und es hat für einen Punkt gereicht. Jetzt gilt es, gut zu regenerieren und ins Heimspiel gegen Dortmund zu gehen.“ 

VfB-Kapitän Gonzalo Castro: „Berlin hat sehr gut verteidigt und es uns sehr gemacht. Wir haben aber nie aufgegeben, zu kämpfen. Und so hat man auch nach dem Anschlusstreffer gesehen, dass wir drauf und dran waren, den Ausgleich zu machen, was uns zum Glück auch noch gelungen ist. Die Jungs, die von der Bank ins Spiel gekommen sind, haben es sehr gut gemacht und noch einmal Schwung und Tempo reingebracht. Mit den verschiedenen Charakteren, die bei uns ins Spiel gekommen, war es für den Gegner schwer zu verteidigen.“

Doppelpacker Sasa Kalajdzic: „Ich habe immer daran geglaubt, dass wir noch den Ausgleich schaffen können – einfach weil die Mannschaft die Qualität dazu hat. Das konnten wir heute beweisen und so bin ich froh, dass es noch so gut ausgegangen ist. Ich war überzeugt, dass der Treffer zum 2:2 regulär war, aber je länger die Überprüfung lief, habe ich etwas angefangen zu zittern. Am Ende steht ein gerechtes Remis.“

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