Bildung

FDP gegen Schulschließungen auch bei hohen Zahlen 

Ria Schröder
«Die Folgen von Schulschließungen sind jedoch ebenso dramatisch»: Ria Schröder. Foto: Georg Wendt/dpa © Georg Wendt

Berlin (dpa) - Die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Ria Schröder, hat gefordert, die Zusage für offene Schulen auch bei stark steigenden Corona-Zahlen durch Omikron einzuhalten.

Die Virusvariante sei eine große Belastung, da sie sich schnell verbreite und die hohen Infektionszahlen vielen Menschen Angst machten, sagte Schröder der Deutschen Presse-Agentur. «Die Folgen von Schulschließungen sind jedoch ebenso dramatisch, nur sind psychische und physische Belastungen, häusliche Gewalt oder Lerndefizite zunächst unsichtbar.»

Die Kultusministerinnen und -minister der Länder hatten am Mittwoch das Ziel bekräftigt, Schulen nicht wieder großflächig zu schließen. Das wäre nach Änderungen am Infektionsschutzgesetz durch die Ampel-Parteien momentan so auch nicht möglich, es sei denn, das Infektionsschutzgesetz würde erneut geändert oder der Bundestag würde die sogenannte epidemische Lage von nationaler Tragweite wieder feststellen.

Vertreter verschiedener Bundesländer hatten zuletzt gefordert, die epidemische Lage wieder festzustellen. Schröder sagte auf die Frage, ob ein solcher Schritt denkbar wäre, Politik, Schulen, Lehrkräfte und Eltern müssten gemeinsam dafür sorgen, dass Schülerinnen und Schüler in den Schulen bestmöglich geschützt würden und flächendeckende Schulschließungen auch bei hohen bundesweiten Inzidenzen verhindert werden könnten.

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