Bevölkerungsforschung

Prognose: 2021 erstmals mehr als eine Million Todesfälle

Einäscherung
Ein Sarg im Ofen in einem Krematorium während der Einäscherung. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa © Rolf Vennenbernd

Wiesbaden (dpa) - Die Zahl der Sterbefälle könnte im laufenden Jahr erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik die Marke von einer Million überschreiten. Das hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) auf Basis einer Hochrechnung berechnet.

Demnach starben in den ersten elf Monaten dieses Jahre bereits rund 915.000 Menschen. «Den Schätzungen zufolge dürfte die Zahl der Todesfälle bis zum Jahresende zwischen 1.020.000 und 1.030.000 liegen», teilte das Institut in Wiesbaden mit. 2020 registrierte die amtliche Statistik einen Wert von insgesamt 985.000 Sterbefällen, 2010 waren es nur 859.000.

«Die Zunahme der Sterbefälle in den letzten Jahren geht einher mit einer wachsenden Anzahl älterer Menschen», erklärte Demograf Michael Mühlichen. «Die Corona-Pandemie, die überwiegend bei älteren Menschen zu einer Zunahme von Sterbefällen geführt hat, hat diese Entwicklung ein wenig beschleunigt», sagte Mühlichen.

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