Corona-Pandemie

Proteste im Nordosten und Thüringen gegen Corona-Maßnahmen

Coronavirus - Demonstration Rostock
In Rostock haben nach Angaben der Polizei zunächst rund 850 Menschen gegen die nach ihrer Ansicht zu strengen Regelungen im Umgang mit der Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen protestiert. Foto: Joachim Mangler/dpa-Zentralbild/dpa © Joachim Mangler

Rostock/Neubrandenburg/Greifswald (dpa) - In mehreren Städten in Mecklenburg und Vorpommern haben insgesamt rund 1400 Menschen gegen weitere Maßnahmen in der Corona-Pandemie demonstriert.

Trotz strenger Auflagen gab es am Montagabend Kundgebungen in Rostock und Greifswald sowie einen Protestzug in Neubrandenburg, wie Polizeisprecher am Dienstag erklärten. Die meisten Teilnehmer - rund 890 - gab es in Rostock am Stadthafen, wo die sogenannte Querdenker-Bewegung zum Protest aufgerufen hatte.

In Greifswald wurden 290 Protestierende und in Neubrandenburg 250 Teilnehmer gezählt. Ein Motto der Mahnwache in Greifswald hieß «Für echte Impffreiheit». In Neubrandenburg zogen die Teilnehmer vom Markt rund vier Kilometer durch die Südstadt und zurück.

Im Nordosten lag die Inzidenz am Montag bei 402 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Der Wochen-Wert der Hospitalisierung lag bei 9,9. 

Unangemeldete Demos auch in Thüringen

Mehrere Tausend Menschen nahmen auch an unangemeldeten Protesten in Thüringen teil. Insgesamt 2700 Menschen hätten am Montagabend an 20 verschiedenen Orten demonstriert, sagte ein Polizeisprecher. Bei der größten Versammlung in Erfurt gingen demnach 650 Menschen auf die Straße, in Arnstadt im Ilmkreis und in Bad Salzungen im Wartburgkreis versammelten sich 400 und 280 Menschen. Bei allen anderen Demonstrationen hätten sich die Teilnehmerzahlen im zweistelligen Bereich bewegt. Wegen der Corona-Pandemie sind in Thüringen derzeit nur ortsfeste Versammlungen von bis zu 35 Menschen erlaubt.

Verdacht auf Omikron-Variante in Sachsen

Unterdessen wurde die neue Coronavirus-Variante Omikron in Sachsen nachgewiesen. Der Fall in Leipzig sei durch eine Genomsequenzierung bestätigt, teilte eine Sprecherin der Stadt mit. Es handele sich um einen Verdachtsfall, über den die Chefin des Gesundheitsamtes, Regine Krause-Döring, bereits am Vortag berichtet hatte. Betroffen ist demnach ein 39 Jahre alter Mann, der weder im Ausland war noch Kontakt zu einem Menschen hatte, der sich im Ausland befand.

Mittlerweile sind in etlichen Ländern - darunter auch Deutschland - Fälle der Variante aufgetaucht.

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