Bundeswehr

Verteidigungsministerin hofft auf baldige Frau General

Christine Lambrecht
Christine Lambrecht bei ihrem Antrittsbesuch bei der Marine im Marinestützpunkt Warnemünde. Foto: Bernd Wüstneck/dpa © Bernd Wüstneck

Berlin (dpa) - Die neue Verteidigungsministerin Christine Lambrecht will die Aufstiegsmöglichkeiten für Frauen in der Bundeswehr verbessern.

«Wir müssen den Fokus noch mehr auf Frauen legen. Solange Frauen bei der Karriere gegen eine gläserne Decke stoßen und die Männer die Top-Jobs unter sich ausmachen, schreckt das ab», sagte die SPD-Politikerin der «Bild am Sonntag». Eine erste Frau General auch außerhalb des Sanitätsdienstes werde es «hoffentlich in meiner Amtszeit» geben.

«Ich mache es mir zur Aufgabe, dass all die Frauen, die jetzt schon bis zum Oberst gekommen sind, weiter aufsteigen können», versprach Lambrecht. «Ich sehe nirgendwo ein, dass tolle Menschen ausgebremst werden.» Lambrecht hat den Posten Anfang Dezember von Annegret Kramp-Karrenbauer übernommen. Kurz vor Weihnachten reist sie an diesem Sonntag reist zu den in Litauen eingesetzten deutschen Soldaten. Sie will sich in dem baltischen Land einen Überblick über den Nato-Einsatz verschaffen. Die Bundeswehr stellt dort etwa die Hälfte der 1200 Männer und Frauen des Nato-Kampfverbandes.

Als gefährlichstes Einsatzgebiet gilt derzeit das westafrikanische Mali, wo die Bundeswehr am UN-Einsatz Minusma sowie an der EU-Ausbildungsmission EUTM beteiligt ist. Der Einsatz soll im kommenden Jahr auf den Prüfstand. Lambrecht sagte: «Wir müssen jetzt auch prüfen, ob das Training der malischen Soldaten an einem anderen Ort, der für unsere Soldaten sicherer ist, genauso gut oder sogar besser möglich ist. Die Sicherheit unserer Soldaten steht für mich an erster Stelle.»

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