VfB Stuttgart

Die Frühstarter

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Auch gegen den 1. FC Nürnberg ging der VfB früh in Führung. Bereits in der 3. Minute zappelte der Ball im Nürnberger Netz. © Sarah Utz
Stuttgart.

Ein Blick in die Statistik zeigt: In einem Fußball-Spiel fallen die meisten Tore zwischen der 75. und der 90. Minute - also in der Schlussviertelstunde. Doch der VfB Stuttgart konzentriert sich in dieser Hinsicht eher auf die Anfangsviertelstunde. Alleine der Blick auf die letzten vier Partien des VfB Stuttgart zeigt wie konzentriert und fokussiert die Elf von Hannes Wolf bereits vom Anpfiff weg zu Werke geht:

12. Spieltag, Heimspiel gegen Arminia Bielefeld, 13. Minute: VfB-Stürmer Simon Terodde läuft DSC-Keeper Wolfgang Hesl an, knüpft ihm die Kugel ab und schiebt ein – 1:0 für den VfB.

13. Spieltag, Auswärtsspiel in Berlin, 3. Minute: Carlos Mané steckt durch auf Kapitän Christian Gentner, der bedient Torjäger Terodde. Nach einem kurzen Tanz auf dem berühmten Bierdeckel mit Union-Verteidiger Leistner ballert Terodde die Kugel unhaltbar ins Netz – 1:0 für den VfB.

14. Spieltag, Heimspiel gegen Nürnberg, 3. Minute: Takuma Asano kommt über die linke Seite in den Strafraum, legt quer auf Terodde, der nur noch einschieben muss – 1:0 für den VfB.

15. Spieltag, Auswärtsspiel in Aue, 13. Minute: -Benjamin Pavard verlängert eine Özcan-Ecke auf den langen Pfosten, wo Youngster Timo Baumgartl einköpfte – 1:0 für den VfB.

Acht Tore in der Anfangsviertelstunde

Die Schwaben sind in dieser Saison die Frühstarter der Liga: Acht Tore gelangen dem VfB schon in der Anfangsviertelstunde, alle in den letzten acht Partien. Einsame Liga-Spitze. Und überhaupt: Gingen die Stuttgarter einmal in Führung, dann hat der VfB in dieser Saison bisher immer gepunktet.

Acht Siege und zwei Unentschieden erspielte sich die Elf mit dem roten Brustring, wenn sie das erste Tor der Partie schoss. Bisher nur einmal drehte der VfB einen Rückstand noch in einen dreifachen Punktgewinn (am 1. Spieltag gegen den FC St. Pauli).

Gegen Fürth traf Mane nach 72 Sekunden

Bei der Niederlage in Düsseldorf (0:1) gelang ihnen dies nicht und beim Spiel in Dresden (0:5) brachte der erste Treffer für die Gastgeber das Duell zum kippen. Auch gegen Heidenheim (1:2) kassierte die Wasenelf das erste Tor der Partie, glich zwar noch einmal aus, ging aber letztlich mit leeren Händen vom Platz. 

Die ersten 15 Minuten gehören aber meist dem VfB: In keiner Spielphase erzielte die Mannschaft des Cheftrainers Hannes Wolf mehr Tore. Den bisher schnellsten VfB Saisontreffer markierte dabei Carlos Mané. Der Portugiese traf bei seinem Debüt gegen die SpVgg Greuther Fürth bereits nach 72 Sekunden.

Der VfB gnadenlos effizient.

Hinzu kommt, dass der VfB mittlerweile auch eiskalt mit seinen Chancen umgeht. Sechs Mal schoss der VfB in Aue auf's Tor - Vier Mal war der Ball drin. Der VfB gnadenlos effizient. Zum Vergleich: Der FC Erzgebirge feuerte am Sonntag gleich 16 Torschüsse in Richtung VfB-Keeper Langerak ab. VfB-Stürmer Simon Terodde nach der Partie gegenüber der Bild-Zeitung: „Wir waren gnadenlos effektiv. Ich kann nach dem Spielverlauf kaum glauben, dass wir 4:0 gewonnen haben.“

Da der VfB aber nicht nur in Sachen "frühe Tore" absolute Spitze ist, sondern sich aus den letzten sechs Spielen 16 Punkte holte, sind die Schwaben kurz vor Weihnachten voll im Soll, was das Projekt "Wiederaufstieg" angeht. 


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