Meinung

Die Polizeibilanz 2020 kurz kommentiert

Polizei-Feature
Symbolbild. © Gabriel Habermann

Weniger Straftaten 2020 im Rems-Murr-Kreis: Das klingt erst mal gut. Nur lässt sich die Statistik fürs vergangene Jahr nicht mit den Zahlen aus den Vorjahren vergleichen: 2020 waren über Monate hinweg Geschäfte geschlossen, die meisten Menschen verbrachten sehr viel mehr Zeit zu Hause – kein Wunder also, dass die Polizei weniger Einbrüche und weniger Diebstähle zu verzeichnen hatte. Im Coronajahr 2020 lief alles, wirklich alles anders als sonst, und wohl niemand hätte sich je ein Jahr wie dieses vorstellen können.

Mehr als die Hälfte der Bürger in Baden-Württemberg glaubt einer repräsentativen Umfrage zufolge, es seien zu wenige Polizisten im Einsatz, und es fürchten sich sehr viel mehr Befragte vor einem Einbruch als vor einer sexuellen Straftat. Die Realität zeigt, eine genau umgekehrte Sichtweise wäre angebracht: Die Zahl der Einbrüche geht seit Jahren zurück, und das schon vor Corona, während die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung 2020 einen Höchststand erreicht hat.

Menschen sehnen sich nach Sicherheit, das war nie anders. Diverse Polizeireformen haben sicher nicht dazu beigetragen, das subjektive Sicherheitsgefühl zu verbessern, ganz besonders nicht im ländlichen Raum. Trotzdem: Rein nach Zahlenlage beurteilt lebt man im Rems-Murr-Kreis ziemlich sicher. 100-Prozent-Schutz gibt’s nie – und ganz plötzlich kann eine Pandemie Ängste schüren und alles auf den Kopf stellen, was zuvor sicher zu sein schien.

Weniger Straftaten 2020 im Rems-Murr-Kreis: Das klingt erst mal gut. Nur lässt sich die Statistik fürs vergangene Jahr nicht mit den Zahlen aus den Vorjahren vergleichen: 2020 waren über Monate hinweg Geschäfte geschlossen, die meisten Menschen verbrachten sehr viel mehr Zeit zu Hause – kein Wunder also, dass die Polizei weniger Einbrüche und weniger Diebstähle zu verzeichnen hatte. Im Coronajahr 2020 lief alles, wirklich alles anders als sonst, und wohl niemand hätte sich je ein Jahr wie

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