VfB Stuttgart

Die Weinzierl-Elf beweist Moral

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Hat in der Halbzeitpause offenbar die richtigen Worte gefunden: VfB-Coach Markus Weinzierl. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart.
Markus Weinzierl muss in der Halbzeitpause die richtigen Worte gefunden haben. Seine Mannschaft drehte nach einer katastrophalen ersten Hälfte einen 0:1-Rückstand gegen Hertha BSC Berlin in einen 2:1-Sieg. Der VfB Stuttgart bewies in den zweiten 45 Minuten Moral, kämpfte sich in die Partie und Mario Gomez schoss die Schwaben mit einem Doppelpack (64./76.) zu einem wichtigen Heimdreier.

Wie der Heimsieg der Stuttgart zustande kam, zeigen wir in unserer ZVW-Analyse:

Formation und Aufstellung

Aufgrund der prekären Personalsituation ergab sich die Startelf für Trainer Weinzierl nahezu von selbst. Chadrac Akolo ersetzte Anastasios Donis, Routinier Gonzalo Castro spielte für den an der Wade verletzten Dennis Aogo und Santiago Ascacibar kehrte nach Gelbsperre in die erste Elf zurück. Im kompakten 4-1-4-1 mit dem jungen Argentinier auf der Sechs sowie der erfahrenen Doppel-Acht Castro/Gentner wollte der VfB kompakt stehen und über die flinken Flügelspieler schnell umschalten.

Spielidee und Taktik

Der eingespielten Berliner Truppe wollte der VfB mit einer kompakten Defensive entgegentreten. Die ballsischeren Berliner machten es den Hausherren aber immer wieder mit Tempowechseln schwer. So kontrollierte die Hertha die erste Halbzeit und ging verdientermaßen in Führung (38.). Die Mannschaft von Pal Dardai spielte mit einer klaren Struktur und der VfB hatte dem lange nichts entgegenzusetzen, weil er sich durch technische Fehler und Unkonzentriertheiten immer wieder selbst aus dem Spiel nahm. 

Spielentscheider

In der ersten Halbzeit kaum zu sehen und überhaupt nicht ins VfB-Spiel eingebunden, erzielte Mario Gomez in der zweiten Halbzeit den viel umjubelten Doppelpack und wurde so zum Helden der VfB-Fans. Die Weinzierl-Elf bewies im zweiten Durchgang Moral und spielte mit mehr Mumm und Durchschlagskraft. Gentner und Co. bissen sich zurück ins Spiel und reparierten so eine spielerich unterirdische erste Halbzeit. Zur Pause hatte es nach einem harm-und ideenlosen Auftritt noch ein gellendes Pfeifkonzert von den Rängen gegeben.

Stimmen zum Spiel

VfB-Trainer Markus Weinzierl: "Großes Kompliment an meine Jungs. In der ersten Halbzeit hatten wir keinen Zugriff und lagen verdient zurück. In der zweiten Halbzeit sind wir mutiger aufgetreten und haben auch unsere Zweikämpfe besser geführt. Ich freue mich unheimlich für Mario und die Mannschaft über diesen verdienten Sieg. In unserer Situation ist eine solch positive Reaktion keine Selbstverständlichkeit."

Hertha-Trainer Pal Dardai: "Gratulation an den VfB für einen in der zweiten Halbzeit verdienten Sieg. Es war kein schönes Spiel, aber wir haben versucht, das Geschehen zu kontrollieren. Uns ist es nicht gelungen, die Unsicherheit beim Gegner auszunutzen und das zweite Tor zu erzielen. Das Ergebnis müssen wir so akzeptieren. Am Ende hatten wir gegen bissige Stuttgarter keine guten Torchancen mehr."

(Anm. d. Red.: Nach dem Spiel stellte der Verein aufgrund eines medizinischen Zwischenfalls im Stadion alle Medienaktivitäten ein. Heute gibt es deshalb nur die Stimmen von der Pressekonferenz mit den beiden Cheftrainern)

Ausblick 16. Spieltag

Dienstag, 18. Dezember 

  • Bor. Mönchengladbach - 1. FC Nürnberg; 18.30 Uhr
  • Hertha BSC - FC Augsburg; 20.30 Uhr
  • VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart; 20.30 Uhr
  • Fortuna Düsseldorf - Borussia Dortmund; 20.30 Uhr

Mittwoch, 19. Dezember

  • FC Schalke 04 - Bayer Leverkusen; 18.30 Uhr
  • Bayern München - RB Leipzig; 20.30 Uhr
  • Werder Bremen - 1899 Hoffenheim; 20.30 Uhr
  • SC Freiburg - Hannover 96; 20.30 Uhr
  • FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt; 20.30 Uhr