VfB Stuttgart

Diese vier Kandidaten sind noch im Rennen

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Symbolbild. © ZVW/Benjamin Büttner

Stuttgart.
Der Vereinsbeirat des VfB Stuttgart musste in den zurückliegenden Wochen und Monaten viele Gespräche führen, um geeignete Kandidaten für das Amt des VfB-Präsidenten zu finden. Auf der außerordentlichen Versammlung am 15. Dezember werden die Mitglieder über den Nachfolger von Wolfgang Dietrich abstimmen, der im Juli unter chaotischen Umständen von seinem Amt zurückgetreten war. Am Donnerstag wird der Verein die beiden Kandidaten bekannt geben, zwischen denen die Mitglieder bei der Wahl kurz vor Weihnachten entscheiden können.

Mit Martin Bizer, Christian Riethmüller, Susanne Schosser und Claus Vogt sind aktuell noch vier Bewerber im Rennen, die wir ihnen im Folgenden genauer vorstellen.

Martin Bizer

Nach 15 Jahren als Rektor am Untertürkheimer Wirtemberg-Gymnasium, ging der 64-Jährige im Januar in den Ruhestand. Seine "Elie-Schule des Sports" kooperierte lange Zeit mit dem Jugendbereich des VfB und war für dessen Spieler Anlaufstelle für Bildung. Erst der bei den Fans äußerst umstrittene Ex-Präsident Wolfgang Dietrich, hatte die Kolping-Akademie in Fellbach zum neuen Partner des schwäbischen Bundesligisten gemacht. Über seine Tätigkeit als Schulleiter hinaus, ist der Pensionär aus Korb dem Sport eng verbunden: Bis 2012 war Bizer als Vizepräsident beim Schwäbischen Turnerbund (STB) für den Spitzensport zuständig und trieb dort große Investitionen voran. So war er unter anderem für den Neubau des Kunst-Turn-Forums (in unmittelbarer Nachbarschaft zur Mercedes-Benz-Arena) verantwortlich, das heute zu den Top-Trainingsstätten des Landes zählt.

Christian Riethmüller

Der 44-jährige Buchhändler aus der Universitätsstadt Tübingen ist Geschäftsführer der erfolgreichen Buchhandelskette Osiander und bekennender VfB-Fan. Über die Gründe für seine Bewerbung möchte sich Riethmüller erst äußern, wenn er als einer der beiden finalen Kandidaten für die Wahl Mitte Dezember feststehen sollte.

Susanne Schosser

Die gebürtige Stuttgarterin hatte - wie ihr Mitkonkurrent Bizer auch - ihre Bewerbung nicht öffentlich gemacht und ist die einzige Frau im Bewerberfeld um den höchsten Posten beim VfB. Schosser hat viel Erfahrung in der Medienbranche gesammelt und war über ein Jahrzehnt lang Programmchefin beim Kindersender Super RTL, den sie mit aufgebaut hat. Heute arbeitet die 57-Jährige als Programmbeirätin des internationalen Trickfilmfestivals auf dem Stuttgarter Schlossplatz und möchte sich - sollte sie zur VfB-Präsidentin gewählt werden - in einer wahren Männerdomäne durchsetzen.

Claus Vogt

Der Unternehmer aus Böblingen (Geschäftsführer der Firma "Intesia") gilt als Kritiker des modernen Fußballs und der dort stattfindenden, zunehmenden Kommerzialisierung. Aus diesem Grund hat der 50-Jährige den "FC PlayFair" gegründet, dessen Vorstand er heute ist. Dem Verein geht es um die Integrität des Fußballs sowie ein höheres Maß an Mitbestimmung für die Fans. Für den Famileinunternehmer ist Fußball in erster Linie "ein schützenswertes Kulturgut unserer Gesellschaft". Sollte Vogt zum mächtigsten Mann bei den Schwaben gewählt werden, muss er den Spagat zwischen einem Wirtschaftsunternehmen und einem Traditionsverein bewältigen - ein ziemlich schmaler Grat.  


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