VfB Stuttgart

"Ein historischer Tag für den VfB"

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Von links nach rechts: Oliver Schraft (Mitglied der Geschäftsleitung des VfB Stuttgart), Wilfried Porth (Vorstand Daimler AG), Wolfgang Dietrich (VfB-Präsident), Martin Schäfer (Vorsitzender des VfB-Aufsichtsrats). © Danny Galm

Stuttgart.
Es war eine historische Mitgliederversammlung auf der die VfB-Mitglieder eine wegweisende Entscheidung trafen. Die VfB-Mitglieder stimmten am Donnerstag auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Stadion mit der erforderlichen Dreiviertelmehrheit für die Ausgliederung der Profiabteilung in eine AG. Was die Beteiligten nach der Versammlung zu sagen hatten, erfahren Sie hier:

VfB-Präsident Wolfgang Dietrich: „Es war ein unglaublicher Abend für den VfB. Wir sind glücklich und froh, wissen aber auch, welche Verantwortung wir damit übernommen haben. Es wurde eine wichtige Grundlage geschaffen. Wir wissen jetzt, wo es lang geht und in welche Richtung wir den Verein weiterentwickeln müssen.“

Aufsichtsratsvorsitzender Martin Schäfer: „Es war ein historischer Tag für den VfB. Der Verein hat einen neuen Meilenstein erreicht. Darauf haben wir zwölf Monate lang hingearbeitet. Ich kann Wolfgang Dietrich nur gratulieren. Er hat zusammen mit seinen Kollegen fast unmenschliches geleistet. Sie haben einen Marathon hinter sich, aber das Ergebnis hat gezeigt, dass es richtig und wichtig war- es hat sich gelohnt. Wir haben den ersten Schritt gemacht und müssen jetzt beweisen, dass wir den VfB weiterentwickeln und dorthin bringen können, wo wir auch hin möchten – nämlich in drei bis vier Jahren wieder international spielen.“

Daimler-Vorstand Wilfried Porth: „Ich möchte mich bei den Mitgliedern bedanken, dass Sie dem neuen Investor dieses Vertrauen entgegen bringen. Jetzt ist es unsere Verpflichtung die Rolle zu spielen, die wir immer angekündigt haben. Wir sind nicht diejenigen, die den Verein dominieren wollen, sondern wir wollen dem Verein helfen sich weiterzuentwickeln.“

VfB-Präsident Wolfgang Dietrich über den zeitlichen Ablauf nach der Ausgliederung:

„Wir müssen zunächst mal viele Formalien erfüllen. Am Freitagmorgen werden wir einen Termin beim Notar wahrnehmen. Wir müssen uns auch im Vereinsregister anmelden. Einen genauen Zeitplan kann ich Ihnen jetzt nicht sagen. Wir gehen davon aus, dass die formalen Prozesse in vier Wochen abgeschlossen sind. Dann werden wir als AG und e.V. die Arbeit aufnehmen. Bis dahin werden alle Transfers und Aktivitäten weiter vom e.V. abgewickelt. Erst wenn die Eintragung bei den Registergerichten geschehen ist, erfolgt die Übernahme.“

VfB-Präsident Wolfgang Dietrich über die nächsten Schritte:

„Wir müssen jetzt mit den vorhandenen Geldern vernünftig umgehen. Wir wissen alle, dass wir im Nachwuchsbereich noch großen Nachholbedarf haben – das ist nicht nur ein Geld, sondern auch ein Struktur-Thema. Auch im Scouting müssen wir uns weiter professionalisieren. Aber jetzt mit dieser Richtungs-Entscheidung können wir auch ganz anders mit Neuverpflichtungen sprechen. Es ist nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch der Perspektive. Die Spieler wollen ja wissen, wo es lang geht. Wollen wir oben angreifen, oder nur den Abstieg verhindern? Die Entscheidung wird dem Verein einen neuen Impuls geben.“

Sportvorstand Jan Schindelmeiser über die sportlichen Ziele nach der Ausgliederung:

„Wir wollen weiterhin ambitioniert sein, aber auch bescheiden. Das ist kein Widerspruch. Wir wollen nach vorne. Wir sind im Rennen der besten wieder dabei, stehen aber in der letzten Startreihe. In den letzten Jahren hat der Verein rund 100 Millionen Euro Verlust gemacht. Die kommende Saison wird hart. Die Trainingsbedingungen müssen dringend verbessert, Prozesse und Strukturen weiter professionalisiert werden. Am Ende geht es um mehr als nur um eine Ausgliederung, sondern darum, wofür der Verein steht.“

  • Was sich nach der Ausgliederung und den Satzungsänderungen alles ändern wird, erfahren Sie hier.