VfB Stuttgart

Einzelkritiken nach dem 2:1-Sieg gegen Werder Bremen: Silas Wamangituka stark, Gonzalo Castro schwach

Fußball Bundesliga Werder bremen vs. VfB Stuttgart
VfB-Kapitän Gonzalo Castro konnte gegen Werder Bremen erneut nicht überzeugen. © Pressefoto Baumann

Nach fünf Spielen ohne Sieg endete die Negativ-Serie des VfB Stuttgart im Bremer Weserstadion: Das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo gewann mit 2:1 gegen Werder Bremen. Beide Treffer erzielte Silas Wamangituka, der seine Teamkollegen für den engagierten Auftritt mit drei Punkten belohnte. Damit rangieren die Schwaben nun mit 14 Zählern auf Rang acht.

Wie sich die VfB-Profis geschlagen haben, erfahren Sie in den Einzelkritiken unserer Redaktion:

Gregor Kobel: Der Stuttgarter Schlussmann war wach und aufmerksam, spielte gut mit und war immer anspielbar. Wurde kaum gefordert und bekam kaum Bälle aufs Tor, musste in der Nachspielzeit aber trotzdem hinter sich greifen. Ansonsten ein souveräner Auftritt des Schweizers. Note: 3

Dinos Mavropanos: Der junge Grieche mit deutlicher Steigerung im Vergleich zum Bayern-Spiel. Agierte kopfballstark und bissig, spielte aber jeden dritten Ball zum Gegner. Gegen Ende der ersten Halbzeit mit ungeschicktem Zweikampfverhalten, musste gelb-rot gefährdet in der Kabine bleiben. Note: 3,5

Waldemar Anton: Ließ in der Abwehrzentrale kaum etwas anbrennen. Agierte aufmerksam und haute sich in jeden Zweikampf. Vor allem in der hitzigen Schlussphase hielt er die Defensive dicht und gewann viele Kopfballduelle. Beim 1:2 der Bremer sah er allerdings auch nicht gut aus. Note: 2,5

Marc Oliver Kempf: Eher unauffälliges Spiel der Ersatz-Kapitäns. Wirkte sicher und routiniert, gewann aber nur 40 Prozent seiner Zweikämpfe. Ließ wenig anbrennen, trug am Tor der Bremer aber auch eine Mitschuld. Note: 3,5


Borna Sosa:
 Schlug viele Flanken, die aber meist im Nirgendwo landeten. Hatte einen guten Abschluss in der 48. Minute, lief die Außenbahn unermüdlich hoch und runter. Hatte eine starke Zweikampfquote (64 Prozent) und wusste wieder mal zu überzeugen. Note: 2,5

Wataru Endo: Umsichtiger Auftritt des Japaners, holte den Elfmeter in der 29. Minute raus. Zog gegen Bremens Osako überraschend oft den Kürzeren und gewann nur 40 Prozent seiner Zweikämpfe. War für die Balance des Stuttgarter Spiels aber trotzdem unverzichtbar. Note: 3

Orel Mangala: Mit welcher Ruhe der junge Belgier in Drucksituationen agiert, ist bewundernswert. Setzte seinen Körper gekonnt in Szene und tat den Bremern so oft weh. Gewann nur 30 Prozent seiner Zweikämpfe und konnte sich offensiv kaum in Szene setzen – was gegen die Bremer aber auch nicht gefragt war. Grundsolider und unaufgeregter Auftritt. Note: 3

Gonzalo Castro: Hatte viele Ballverluste und fiel mehr durch Reklamieren auf. Wirkte schläfrig und vertändelte viele gute Kontersituationen. Fahriger Auftritt des Kapitäns ohne den nötigen Elan. Bezeichnend, dass seine letzte Aktion eine gelbe Karte war. Note: 5


Silas Wamangituka:
 Stand in den Anfangsminuten neben sich, fing sich aber schnell. War in der 30. Minute eiskalt vom Elfmeterpunkt. Sorgte immer wieder für Unruhe im Bremer Strafraum und spulte viele Kilometer ab. In der Nachspielzeit nutzte der quirlige Kongolesen einen Patzer der Bremer Verteidigung aus und stellte auf 2:0 - die Unsportlichkeit hätte er sich dabei aber sparen können. Note: 1,5

Tanguy Coulibaly: War in der ersten Halbzeit kaum zu sehen, konnte sein Tempo kaum in Szene setzen. Zeigte immer wieder gute Ansätze, konnte an sein starkes Bayern-Spiel aber nicht anknüpfen. War insgesamt ein schwacher Auftritt des jungen Franzosen. Note: 4,5

Sasa Kalajdzic: Der große und schlaksige Angreifer konnte sich nicht wie gewohnt als Wandspieler in Szene setzen. War kaum ins Angriffsspiel eingebunden und hatte keinen einzigen Torschuss und keine Vorlage. Note: 4,5

Pascal Stenzel (ab der 46. Minute für Dinos Mavropanos): Kam für den gelb-rot gefährdeten Mavropanos in die Partie. Erledigte seinen Job grundsolide, wie man es von ihm kennt. Aber auch er gewann nur 40 Prozent seiner Zweikämpfe. Note: 3,5

Philipp Förster (ab der 59. Minute für Gonzalo Castro): Belebte das Spiel in den Schlussminuten, hatte zudem einen gefährlichen Abschluss in der 77. Minute. Kann kurz vor Schluss den Deckel drauf machen, war aber nicht konsequent genug. Note: 3

Philipp Klement (ab der 59. Minute für Sasa Kalajdzic): Spielte ein paar kluge Bälle in die Schnittstellen und stemmte sich den Bremer Angriffen entgegen. Der feine Linksfuß hatte es in der kampfbetonten Partie aber schwer. Note: 4

Roberto Massimo (ab der 73. Minute für Tanguy Coulibaly): Ohne Bewertung.

Darko Churlinov (ab der 90.+1 für Silas Wamangituka): Ohne Bewertung.

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form