VfB Stuttgart

Einzelkritiken zum Remis gegen den FC Schalke 04: Ruhepol Gonzalo Castro, Mateo Klimowicz überzeugt mit Mut

Fußball Bundesliga FC Schalke 04 vs. VfB Stuttgart
Lieferte auf Schalke ein starkes Spiel ab: VfB-Youngster Mateo Klimowicz. © Pressefoto Baumann

Die Negativserie des FC Schalke 04 in der Fußball-Bundesliga hält an. Der Revierclub kam am Freitagabend zum Auftakt des sechsten Spieltags trotz Führung nicht über ein 1:1 (1:0) gegen den VfB Stuttgart hinaus und wartet nun seit 22 Partien auf einen Sieg. Der 19 Jahre alte Malick Thiaw brachte die Gastgeber vor leeren Rängen mit seinem ersten Tor in der Bundesliga nach einem Freistoß in Führung (30. Minute). Der eingewechselte Nicolás González (56./Handelfmeter) sorgte für den verdienten Ausgleich für den VfB. Schalke bleibt mit zwei Punkten aus sechs Spielen im Tabellenkeller, Stuttgart dagegen kletterte vorerst sogar auf Rang vier.

Die Stuttgarter Profis in der Einzelkritik unserer Redaktion:

Gregor Kobel: Sicher bei hohen Bällen, chancenlos beim Kofpball-Gegentor. In den zweiten 45 Minuten dann so gut wie beschäftigungslos. Bei einem Thiaw-Kopfball kurz vor Schluss packte der Schweizer sicher zu (82.) - Note: 3

Marc Oliver Kempf: Häufig mit guter, vertikaler Spielöffnung aus dem Zentrum heraus. Vor dem 0:1 mit einem komplett unnötigen Foulspiel 35 Meter vor dem eigenen Tor, ansonsten gab’s aber nur wenig zu meckern - Note: 3

Atakan Karazor: Wackelige Anfangsphase, kam mit dem frechen Paciencia und dem robusten Uth zunächst nur schwer zurecht. In Durchgang zwei dann solide - allerdings auch, weil die Schalker Offensive immer harmloser wurde - Note: 3,5

Pascal Stenzel: Sein „Händchenhalten“ gegen Paciencia (7.) wurde zurecht nicht mit einem Strafstoß geahndet. Guter Distanzschuss (25.), ohne Fehl und Tadel in seinem Kerngeschäft - Note: 3

Borna Sosa: Mutige Dribblings, allerdings nicht immer von Erfolg gekrönt. Drehte in den zweiten 45 Minuten auf und schaltete sich immer wieder ins Offensivspiel ein. Scharfe Hereingaben und ein gefährlicher Abschluss aus spitzem Winkel (67.) - Note: 2,5

Orel Mangala: Präsent und robust, zudem ball- und passsicher. Verlor seinen Gegenspieler Thiaw vor dem 0:1 aus den Augen und in den zweiten 45 Minuten fehlten im letzten Drittel die nötige Präzision und die Durchschlagskraft - Note: 3

Wataru Endo: Wurde nach leichten Adduktorenprobleme rechtzeitig fit für das Flutlichtduell, fand aber nur schwer ins Spiel, weil ihn die Schalker häufig mit mehreren Spielern unter Druck setzten. Doch der Japaner holte sich über zahlreiche gewonnene Duell nach und nach die nötige Sicherheit und spielte in Halbzeit zwei gewohnt stark auf - Note: 2,5

Tanguy Coulibaly: Bemüht, aber glücklos. Dem jungen Flügelspieler fehlte die Durchsetzungskraft in den direkten Duellen. Zudem leistete er sich einige technische Unsauberheiten - Note: 4

Gonzalo Castro: Der Ruhepol in einer hektischen Partie, der das Spiel immer wieder ordnete. Entscheidende Ideen fürs Offensivspiel lieferte der Routinier an diesem Abend allerdings nur selten, dafür trat er einige gefährliche Standards und hatte kurz vor dem Abpfiff aus 18 Metern noch eine gute Möglichkeit (86.) - Note: 2

Mateo Klimowicz: Der wuselige Argentinier machte auf Schalke ein wirklich gutes Spiel und überzeugte mit Mut und Aggressivität. Gefährlicher Volleyabschluss (4.), giftige Zweikampfführung, sehenswerte Schnittstellenpässe und viel Mum in den Dribblings - Note: 2

Sasa Kalajdzic: Der baumlange Österreicher war bei den Schalker Innenverteidigern Sane und Nastasic in guten Händen. Ins Spiel eingebunden war er kaum, lange Bälle konnte er nur selten sichern. Keine Torabschlüsse und dürftige 22 Prozent Zweikampfquote. Ein schwacher Auftritt, der nach 45 Minuten vorzeitig beendet wurde - Note: 5

Einwechselspieler:

Nicolas Gonzalez (ab der 46. Minute für Sasa Kalajdzic): Kam für den weitestgehend wirkungslosen Kalajdzic in die Partie und sorgte vom Elfmeterpunkt nur zehn Minuten nach seiner Einwechslung für den Ausgleich - Note: 2

Philipp Klement (ab der 75. Minute für Borna Sosa): Konnte nach seiner Hereinnahme keine entscheidenden Impulse mehr liefern - Note: -

Silas Wamangituka (ab der 75. Minute für Mateo Klimowicz): Brachte noch einmal frischen Schwung, aber keine Torgefahr - Note: -

Darko Churlinov (ab der 79. Minute für Tanguy Coulibaly): Auch der Nordmazedonier konnte seine Stärken nicht mehr zur Geltung bringen - Note: -

Philipp Förster (ab der 91. Minute für Gonzalo Castro): ohne Bewertung

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form