VfB Stuttgart

Einzelkritiken zum Sieg gegen Sandhausen: Der VfB überzeugt mit Wucht und Willen

Fußball  2. Bundesliga  VfB Stuttgart vs. SV Sandhausen
Nicolas Gonzalez (li.) - hier beim Torjubel mit Philipp Klement - erzielte gegen den SV Sandhausen seine Saisontore elf und zwölf. © Pressefoto Baumann

Dank einer starken Reaktion ist der VfB Stuttgart im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga wieder auf den zweiten Tabellenplatz vorgerückt. Eine umgekrempelte VfB-Elf gewann gegen den SV Sandhausen am Mittwochabend mit 5:1 (4:0) und schoss sich nach der Pleite in Karlsruhe mit Wucht und Willen den Derby-Frust von der Seele. Die Schwaben nehmen einen Punkt Vorsprung vor dem Hamburger SV auf dem Relegationsrang und drei Zähler mehr als der 1. FC Heidenheim auf dem Nicht-Aufstiegsrang vier mit in die beiden abschließenden Spieltage.

Die Stuttgarter Profis in der Einzelkritik unserer Redaktion:

Gregor Kobel: Kaum geprüft, sichere Parade aus spitzem Winkel gegen Behrens (37.) und gewohnt abgeklärt mit dem Ball am Fuß. Chancenlos beim einzigen Gegentor - Note: 3

Marc Oliver Kempf: Der Kapitän kehrte nach nach zwei Spielen auf der Bank wieder zurück in die Abwehrkette und zeigte gegen einen Taffertshofer-Kopfball eine super Rettungsaktion (44.). Ein starkes Startelf-Comeback - Note: 2

Atakan Karazor: Stand zuletzt bei der 2:3-Niederlage in Kiel in der Startformation und durfte gegen Sandhausen auf der zentralen Position in der Dreierkette ran. Dort ohne Fehl und Tadel gegen eine über weite Strecken harmlose Gäste-Offensive - Note: 3

Nathaniel Phillips: Sicheres Pass- und aufmerksames Stellungsspiel. In einigen Zweikämpfen mit schlechtem Timing, was aber an diesem Spieltag nicht ins Gewicht fiel- Note: 3

Gonzalo Castro: Auf der linken Achterposition gefordert, trat variantenreiche und gefährliche Standards von der rechten Seite und schoss den Ball mit einer feinen Volleyabnahme zum 2:0 in die Maschen (20.). Sah kurz vor dem Pausenpfiff seine 10. Gelbe Karte in dieser Saison und fehlt somit am kommenden Sonntag beim Auswärtsspiel in Nürnberg - Note: 2,5

Orel Mangala: Rückte für den gelbgesperrten Endo auf die Sechs und gab dort den Abräumer und Ballverteiler. Trat offensiv selbst kaum in Erscheinung, schloss aber viele Räume und gewann zahlreiche vermeintlich unwichtige Zweikämpfe - Note: 3

Philipp Klement: Übernahm die Ecken auf der linken Seite und bereitete so den Stuttgarter Führungstreffer vor (12.). Arbeitete auf der rechten Achterposition gut gegen den Ball, im Offensivspiel geht aber noch deutlich mehr - Note: 3

Philipp Förster: Gab gegen seinen Ex-Club eine hängende Spitze hinter Spitze Kalajdzic und ließ sich auch immer wieder auf die Zehnerposition fallen. Gefährlicher Flachschuss (10.) und einige gute Bälle in die Schnittstelle der Abwehr. Holte den Elfmeter, der zum 3:0 führte, heraus. Nach den zuletzt äußerst durchwachsenen Auftritten eine deutliche Leistungssteigerung - Note: 3

Silas Wamangituka: Wirbelte auf der rechten Seite und drängte Sandhausens Innenverteidiger Tim Kister mit Wucht und Willen zu einem Eigentor (28.). Gegen die phasenweise überforderte Defensive der Kurpfälzer wäre allerdings noch deutlich mehr möglich gewesen - Note: 3

Nicolas Gonzalez: Beackerte fleißig die linke Außenbahn, köpfte nach einer Ecke das Führungstor (12.) und war auch bei der Entstehung des zweiten Treffers beteilig. Vom Elfmeterpunkt erzielte er das vierte VfB-Tor im ersten Durchgang (31.). Nach 60 Minuten durfte er in den wohlverdienten Feierabend - Note: 2

Sasa Kalajdzic: Bei seinem Startelf-Debüt für den VfB als Stoßstürmer im Einsatz. Feiner Techniker, arbeitetet auch fleißig mit nach hinten - Note: 3

Pascal Stenzel (ab der 60. Minute für Nicolas Gonzalez): Verteidigte nach der Umstellung auf eine Viererkette auf der rechten Außenbahn und leistete sich dort einige Wackler, die von der SVS-Offensive aber nicht bestraft wurden - Note: 4

Lilian Egloff (ab der 70. Minute für Philipp Klement): Brachte in der Schlussphase noch einmal frischen Schwung und bereitete von rechts eine gute Gelegenheit von Al Ghaddioui vor - Note: -

Hamadi Al Ghaddioui (ab der 70. Minute für Sasa Kalajdzic): Gute Torchance in der 74. Minuten, als er nach einer Egloff-Flanke an SVS-Keeper Fraisl scheiterte. In der Nachspielzeit noch mit einem gefährlichen Flachschuss, den Fraisel aber ebenfalls parieren konnte. Kurz vor dem Schlusspfiff dann noch mit einen Treffer belohnt - Note: -

Tanguy Coulibaly (ab der 81. Minute für Silas Wamangituka): Trat nach seiner Einwechslung nicht mehr in Erscheinung - Note: -

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form