VfB Stuttgart

Einzelkritiken zum VfB-Torfestival gegen Nürnberg: Gonzalez und Wamangituka bärenstark

Fußball  2.Bundesliga  FC Nürnberg vs. VfB Stuttgart
Mit dieser artistischen Einlage bereitete Nicolas Gonzalez das 2:0 der Stuttgarter vor - ein starker Auftritt des jungen Argentiniers. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat mit einer Torgala beim 1. FC Nürnberg den direkten Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga praktisch perfekt gemacht. Die Schwaben gewannen am Sonntag mit 6:0 (3:0) im Max-Morlock-Stadion. Das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo geht als Tabellenzweiter mit drei Punkten Vorsprung und einer um elf Tore besseren Tordifferenz auf den 1. FC Heidenheim in den letzten Spieltag. Nach dem Abpfiff feierten die VfB-Profis bereits wie Aufsteiger.

Die Stuttgarter Profis in der Einzelkritik unserer Redaktion:

Gregor Kobel: Hatte einen ruhigen Nachmittag. Bekam keinen gefährlichen Schuss aufs Tor, wurde kaum geprüft – Note: 3

Pascal Stenzel: Unauffälligster Stuttgarter in der Dreierkette, überzeugte mit gutem Passspiel (85 Prozent angekommene Pässe), ließ gegen harmlose Nürnberger nichts anbrennen. Machte nichts falsch, fiel aber auch nicht groß auf – Note: 3

Atakan Karazor: Solides Abwehrverhalten, lenkte das Spiel von der Zentrale aus, 93 Prozent angekommene Pässe. Wurde hinten kaum gefordert, erzielte dafür nach Standards seine beiden ersten Saisontore (26. und 63. Minute) - Note: 1

Marc-Oliver Kempf: Der Stuttgarter Kapitän trat als starker Abräumer in Erscheinung (82 Prozent gewonnene Zweikämpfe). Starkes Kopfballspiel, dazu solide im Aufbauspiel. Musste nach 65 Minuten verletzt vom Platz - Note: 2

Wataru Endo: War gegen harmlose Nürnberger in der Zentrale kaum gefordert, ruhig im Passspiel, guter Überblick. Unauffälliger Auftritt des Japaners – Note: 3

Orel Mangala: Brachte überragende 98 Prozent seiner Pässe an die Mitspieler, dafür ungewohnt schwaches Zweikampfverhalten (40 Prozent). Agierte solide im Zentrum, ohne aufzufallen – Note: 3  

Philipp Klement: Hatte in der Anfangsphase viele Ballverluste, steigerte sich aber im Spielverlauf. Schlug die Ecke vor dem 2:0, technisch immer für eine Überraschung gut. Konnte als Spielmacher aber zu wenig offensive Akzente setzen - Note: 3

Nicolas Gonzalez: Artistische Einlage vor dem 2:0, gewohnt umtriebiger Auftritt. Viel Tempo nach vorne, gute Arbeit auch gegen den Ball, immer gefährlich. Erzielte gegen überforderte Nürnberger sein Tore Nummer 13 und 14 - Note: 1

Silas Wamangituka: Starker Auftritt des jungen Kongolesen. Provozierte durch starkes Pressing einen Fehler von Margreitter und schob frei vor Mathenia zum 1:0 ein. Mit einem starken Solo aus der eigenen Hälfte bereitete er das 3:0 vor, aber gewohnte Schwächen im Rückwärtsgang - Note: 1,5

Philipp Förster: Spulte wie immer viele Kilometer ab (11,76 km), ging neben den starken Offensivspielern um Gonzales, Wamangituka und Co. aber unter. Holte sich die fünfte Gelbe Karte ab, fehlt im letzten Saisonspiel – Note: 2

Sasa Kalajdzic: Agierte gut als Wandspieler, leistete sich in den Anfangsminuten aber viele technische Fehler. Erzielte in der 41. Minute sein Premierentor, als er nur noch einschieben musste. Ansonsten unauffälliger Auftritt - Note: 2,5

Clinton Mola (ab der 57. Minute für Silas Wamangituka): Konnte in seinen 30 Minuten Spielzeit nicht viel zum Stuttgarter Spiel beitragen, agierte unauffällig – Note: 3

Hamadi Al Ghaddioui (ab der 57. Minute für Hamadi Al Ghaddioui): Bereitete das 6:0 durch Nicolas Gonzalez vor, konnte nach seiner Einwechslung aufgrund des Spielstands aber wenig offensive Akzente setzen – Note: 3

Marcin Kaminski (ab der 61. Spielminute für Marc-Oliver Kempf): Bereitete das 5:0 durch Atakan Karazor vor, wurde ansonsten aber nicht gefordert – Note: -

Mateo Klimowicz (ab der 73. Minute für Philipp Klement): Trat nach seiner Einwechslung kaum in Erscheinung – Note: -

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form