VfB Stuttgart

Erik Thommy muss auf seine Chance warten

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VfB Stuttgart - Borussia Dortmund 0:4_11
Erik Thommy (ab der 68. Minute für Daniel Didavi): Kam in die Partie und knallte sich direkt voll rein. Letztlich aber wirkungslos - Note: - © ZVW/Danny Galm
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Ein seltenes Bild in dieser Saison: Erik Thommy jubelt nach seinem Tor in Nürnberg.

Stuttgart. In der furiosen Rückrunde der letzten Saison spielte Erik Thommy bei Ex-Trainer Tayfun Korkut eine wichtige Rolle. In 14 Partien gelangen dem 24-jährigen Ulmer sechs Vorlagen und zwei Treffer. Damit trug er erheblich zum Aufschwung der Schwaben bei. Spätestens seit Beginn der aktuellen Rückserie ist er jedoch Dauerreservist, was auch an Steven Zuber und Alexander Esswein liegt.

Während er in der Hinserie in nahezu jeder Partie zumindest eingewechselt wurde, kam Thommy unter Markus Weinzierl in der Rückrunde nur noch zu zwei Kurzeinsätzen in München und in Düsseldorf. Beide Male konnte er jedoch keinen Einfluss mehr auf das Spielgeschehen nehmen. Zwar betonte der Trainer jüngst: "Er ist nah dran, er arbeitet gut und wartet auf seine Situation, um sie dann auch zu nutzen. Ich weiß was wir an ihm haben", doch scheint er seinen Einsatzzeiten zufolge doch weiter weg von der Startelf zu sein, als Markus Weinzierl es zugeben mag. 

Als jener Weinzierl das Ruder beim VfB übernahm, schien es zunächst so, als wäre Thommy beim Niederbayer gesetzt. Schließlich stand er in den ersten drei Partien nach dem Trainerwechsel gegen Dortmund, Hoffenheim und Frankfurt in der Startaufstellung und konnte beim Auswärtssig in Nürnberg durch ein sehenswertes Jokertor glänzen.

Anfang Dezember kam es dann im Spiel zwischen dem VfB und Thommys Ex-Club, dem FC Augsburg, zu einem Aufreger. Weinzierl wechselte den Mittelfeldspieler erst ein, um ihn dann kurz vor Spielende wieder auszuwechseln. Die Höchstrafe für einen Fußballer. "Ich muss es akzeptieren", sagt der 24-Jährige damals. "Verstehen ist eine andere Sache."  

Eine Woche später im Auswärtsspiel in Mönchengladbach holte Thommy sich einen Platzverweis ab. Seit dem ist es um den 24-Jährigen ruhiger geworden. Gegen Schalke 04, im letzten Spiel vor der Winterpause, durfte der flinke Mittelfeldspieler zuletzt in der Startelf von Markus Weinzierl ran. Der VfB verlor und Thommy konnte erneut nicht auf sich aufmerksam machen. 

Zusätzliche Konkurrenz im Winter

Im Winter erhielt er zudem mit Alexander Esswein und Steven Zuber, dem im Heimspiel gegen RB Leipzig sein erster Treffer im VfB-Trikot gelang, zusätzliche Konkurrenten auf den offensiven Außenbahnen. Beide sind bei Weinzierl gesetzt, sie standen bisher in jeder Rückrundenpartie in der Startelf.

Sie sind jedoch nur ausgeliehen. Gerade bei Steven Zuber wirkt es so, als wolle Weinzierl die Zeit nutzen, bevor der Schweizer zurück zu 1899 Hoffenheim muss. Esswein und Weinzierl hingegen kennen sich bereits aus ihrer gemeinsamen Zeit beim FC Augsburg, weshalb Weinzierl den engagierten Wormser wohl auch zum VfB holte.

Weinzierl verhalf ihm zum Bundesligadebüt

Und auch Thommy und Weinzierl haben eine gemeinsame Vergangenheit bei den Fuggerstädtern. Weinzierl verhalf dem damals 20-Jährigen zum Bundesligadebüt. Im Anschluss daran kam Thommy allerdings nur noch zu drei weiteren Kurzeinsätzen in der Hinrunde der Saison 2014/2015, ehe er zum damaligen Zweitligisten FC Kaiserslautern ausgeliehen wurde.

Es scheint so, als bevorzuge Weinzierl einen anderen Spielertyp auf den offensiven Außenbahnen. Esswein und Zuber kommen beide über das Kämpferische, während Thommy eher der schussgewaltige Techniker ist.

Bereits am Freitag in Bremen (20.30 Uhr / ZVW-Liveticker) hat er wieder die Chance auf sich aufmerksam zu machen. Ob Weinzierl dann jedoch auf Esswein oder Zuber verzichtet, darf zumindest bezweifelt werden.


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