VfB Stuttgart

Ersatztorhüter Jens Grahl: Warum der gebürtige Stuttgarter die perfekte Nummer drei ist

Fußball VfB Stuttgart Trainingslager
VfB-Ersatzkeeper Jens Grahl. Hier im Duell mit Stürmer Sasa Kalajdzic. © Pressefoto Baumann

Gemeinsam mit Innenverteidiger Marcin Kaminski ist Torhüter Jens Grahl der dienstälteste Profi im aktuellen Kader des VfB Stuttgart. Beide stehen seit dem 01. Juli 2016 bei den Schwaben unter Vertrag. Aber während Kaminski in seiner Zeit in 57 Partien zum Einsatz kam, stand Grahl für den VfB noch in keinem einzigen Pflichtspiel zwischen den Pfosten.

„Jens ist ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft, sowohl in sportlicher als auch in menschlicher Hinsicht“, lobte Sportvorstand Thomas Hitzlsperger den Torhüter im Dezember 2019 anlässlich der vorzeitigen Vertragsverlängerung mit dem Keeper. Laut Hitzlsperger verkörpert der 1,93 Meter Hüne „als gebürtiger Stuttgarter und beim VfB ausgebildeter Spieler unsere DNA und hilft dabei mit, sie an die nachfolgenden Spielergenerationen zu vermitteln.“ Selbst wenn er nicht auf dem Platz steht.

Klare Rollenverteilung im VfB-Tor

Die Rollen im VfB-Tor sind klar verteilt: Gregor Kobel (22) ist die unangefochtene Nummer eins, dahinter ist Fabian Bredlow (25) gesetzt und erst dann kommt in der Stuttgarter Torhüter-Hierarchie Jens Grahl (31).

Sollten sich Kobel und Bredlow nicht verletzen, wird Grahl wohl auch in der kommenden Saison nicht zu seinem Pflichtspieldebüt im VfB-Trikot kommen. Ein Motivationsproblem ergibt sich für den 31-Jährigen daraus allerdings nicht. Und das aus einem ganz simplen Grund: „Ich kann mich gut selbst motivieren, weil ich für den geilsten Club spiele“, sagte Jens Grahl am Donnerstagabend im Rahmen eines vom Verein produzierten Talk-Format

„Ich lebe den VfB schon von klein auf“

Aber warum fügt sich der Goalie klaglos in diese Rolle? Auch hierauf gibt es eine einfache wie überzeugende Antwort: Grahl lebt noch immer seinen Traum: „Ich stand früher in der Cannstatter Kurve und habe den anderen zugejubelt“, so der Torwart. „Ich lebe den VfB schon von klein auf.“

Die Mercedes-Benz-Arena trägt er als Tattoo auf dem linken Arm. Darauf zu sehen ist ein kleiner Junge mit der Nummer 13 auf dem Rücken, der sehnsuchtsvoll in Richtung Stadion blickt. Den VfB trägt Grahl im Herzen, was ihn aus Trainer- und Vereinssicht zur perfekten Nummer drei macht.

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Als Vierjähriger hat „Jenson“ , wie ihn alle im Club rufen, bei den Stuttgarter Bambinis mit dem Fußballspielen angefangen. Eingeschlafen ist der kleine Jens in VfB-Bettwäsche und mit einem Fritzle-Plüschtier an seiner Seite. Der Torhüter ist bei den Fans und in der Mannschaft gleichermaßen beliebt. Aus seiner langen „Dienstzeit“ in Bad Cannstatt leitet er auch eine gewisse Verantwortung für das Team ab: „Ich versuche, ein bisschen die VfB-ID reinzubringen.“  

Nach seiner aktiven Laufbahn kann sich der Keeper gut vorstellen, im Jugendbereich als Trainer zu arbeiten. „Da habe ich richtig Bock drauf“, so Grahl, der in den kommenden Jahren seine Trainerscheine machen möchte. Für welchen Verein Jens Grahl künftige Torhüter-Generationen ausbilden wird, steht nicht zur Debatte.

Zur Person

  • Jens Grahl wurde am 22. September 1988 in Stuttgart geboren.
  • In der Jugend spielte der Torwart für die TSVgg Stuttgart-Münster 1875/99, die SpVgg Feuerbach, den VfB Stuttgart und die Stuttgarter Kickers.
  • 2006 ging es zur SpVgg Greuther Fürth, drei Jahre später folgte der Wechsel zur TSG Hoffenheim.
  • In der Saison 2011/12 war der Torhüter für ein Jahr an den SC Paderborn ausgeliehen. 2016 folgte der Transfer zum VfB.
  • Grahl ist verheiratet und hat zwei Kinder.