VfB Stuttgart

Erster Härtetest bestanden: Sasa Kalajdzic köpft den VfB zum Punktgewinn gegen Bayer Leverkusen

Fußball Bundesliga VfB Stuttgart vs. Bayer 04 Leverkusen
Dank eines Kopfballtreffers von Sasa Kalajdzic kam der Aufsteiger am Samstag noch zu einem 1:1 (0:1) gegen die in dieser Saison weiter sieglose Werkself. © Pressefoto Baumann

Mit einem wuchtigen Kopfball hat Stürmer Sasa Kalajdzic den VfB Stuttgart am Samstagnachmittag zu einem verdienten Punktgewinn gegen Bayer 04 Leverkusen geköpft. Der Österreicher egalisierte in der 76. Minute den Leverkusener Führungstreffer durch Patrik Schick aus der Anfangsphase ( 7.). Der Aufsteiger hat so den ersten echten Härtetest der noch jungen Spielzeit bestanden und kann mit vier Punkten aus den ersten drei Partien zufrieden in die anstehende Länderspielpause gehen. 

Mavropanos-Debüt und erneut ein frühes Gegentor

Mit nur einer Veränderung im Vergleich zum 4:1-Sieg in Mainz waren die Stuttgarter in die Partie gegangen: Die Arsenal-Leihgabe Konstantinos Mavropanos rückte für den gelb-rot-gesperrten Pascal Stenzel in die VfB-Abwehrreihe - sein erstes Pflichtspiel für den VfB.

Und der Grieche stand vor 9.500 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena direkt im Fokus, denn wie schon in den Spielen gegen Freiburg und Mainz fing sich der VfB ein Gegentor in der Anfangsphase. Auf eine kurze Demirbay-Ecke folgte eine butterweiche Hereingabe von Florian Wirtz, die von Patrik Schick eingeköpft wurde (7.). Der Tscheche hatte sich im Luftkampf gegen Kempf und Mavropanos durchgesetzt.

Viele kleinere Fouls, wenig Spielfluss

Die Parte zwischen dem Europapokal-Teilnehmer aus dem Rheinland und dem Aufsteiger aus dem Schwabenland kam anschließend nur schwer in Gang. Viele kleinere Fouls, viele Spielunterbrechungen, wenig Spielfluss. Während sich die Hausherren durch zahlreiche Ungenauigkeiten im Spielaufbau und ein behäbiges Positionsspiel selbst das Leben schwer machten, musste Bayer-Coach Peter Bosz bereits in der ersten halben Stunde zweimal verletzungsbedingt wechseln.

Die beste VfB-Chance ergab sich fast schon zwangsläufig nach einem Standard: Mavropanos traf nach einer Castro-Ecke per Kopf nur den Querbalken (29.). Dank ihrer reiferen Spielanlage und einem gut organisierten Pressing dominierten die Leverkusener die Partie, kamen selbst aber auch nur selten in gefährliche Abschlusspositionen.

Leverkusen verpasst die Vorentscheidung, Kalajdzic köpft den Ausgleich

Mit mehr Schwung und vor allem mit mehr Mut kam der VfB aus der Halbzeitpause, doch nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Silas Wamangituka (56.) verlor die Stuttgarter Offensive ihren Schwung. Jetzt bekamen die Gäste die Chance auf’s 2:0. Stuttgarts Torhüter Gregor Kobel klärte allerdings mit starken Paraden gegen Lucas Alario (61.), Karim Bellarabi (64.) und Moussa Diaby (72.).

Nachdem die Gäste die Vorentscheidung verpasst hatten, schlugen die Schwaben in der 76. Minute zu: Freistoß des eingewechselten Klement, Kopfball Kalajdzic - 1:1. Der Österreicher mit seinem dritten Treffer im dritten Bundesliga-Spiel. In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, allerdings konnten weder der VfB noch Bayer einen Lucky Punch setzen. So blieb es bei der unter dem Strich gerechten Punkteteilung.

VfB Stuttgart - Bayer 04 Leverkusen 1:1 (0:1)

Stuttgart: Kobel - Kempf, Anton, Mavropanos (70. Klimowicz) - Sosa (56. Massimo), Castro (70. Klement), Endo, Mangala, Wamangituka (56. Coulibaly) - Didavi (84. Karazor), Kalajdzic

Leverkusen: Hradecky - Arias, S. Bender, Tapsoba, Sinkgraven (28. Wendell) - Aranguiz, Wirtz (79. Baumgartlinger), Demirbay (79. Bailey) - Bellarabi (79. Amiri), Diaby, Schick (20. Alario)

Tore: 0:1 Schick (7.), 1:1 Kalajdzic (76.)

Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen)

Zuschauer: 9.500

Gelbe Karten: Kempf (69.) Massimo (75.), Endo (89.) / Bellarabi (75.)