VfB Stuttgart

„Es war eine Horror-Saison“

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Konnte den VfB nicht vor dem Sturz in die 2. Liga bewahren: Trainer Nico Willig. © ZVW/Danny Galm

Berlin.
Mit Tränen in den Augen und erstickter Stimme trat VfB-Trainer Nico Willig am späten Montagabend auf das Podium. Der 38-jährige Fußballlehrer rang auf der Pressekonferenz nach dem entscheidenden Relegationsspiel in Berlin (0:0) sichtlich mit der Fassung und versuchte seine Enttäuschung über den dritten Abstieg der Vereinsgeschichte in Worte zu fassen: „Es ist schwierig, da jetzt einen klaren Gedanken zu fassen. Für uns war es eine Horror-Saison. Vom Anfang bis zum Ende. Es tut mir leid für alle Fans.“

Der direkte Wiederaufstieg ist das Ziel

Präsident Wolfgang Dietrich sprach von einer Saison, in der „aus sportlicher Sicht praktisch alles schiefgegangen ist, was schiefgehen konnte.“ Aber der 70-Jährige richtete den Blick direkt wieder nach vorne: „Die Aufarbeitung dieser Spielzeit läuft bereits und die sportlichen Weichen für die Zukunft werden ebenfalls schon gestellt. Der VfB steigt wieder auf!“

Nach historisch schlechten 28 Punkten aus 34 Spielen waren die beiden Relegationsspiele ein Geschenk für die Schwaben. Ausgepackt haben Gomez, Gentner und Co. es nicht. VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger schlug nach dem Abfiff die Hände vor das Gesicht: „Das ist brutal enttäuschend. Es ist viel schief gelaufen in dieser Saison. Wir haben drei Trainer ausgewechselt. Es hat am Ende nicht gereicht“, so der 37-Jährige, der genau wie Präsident den direkten Wiederaufstieg als klares Ziel ausgab. Seine Aufgabe sei es jetzt „nicht zu lamentieren, sondern die Menschen im Verein aufzurichten und die nötigen Dinge zu verändern, um wieder aufzusteigen.“

Bei den Union-Fans brachen alle Dämme

Während die Stuttgarter Profis nach dem Abpfiff schnurstracks in der Kabine verschwande, brachen bei den Union-Fans alle Dämme. Der Platz wurde nach dem ersten Bundesliga-Aufstieg der Union-Historie geentert. Raketen explodierten über der Alten Försterei.

„Der ganze Verein hat einfach alles für diesen Erfolg getan. Es war eine tolle Leistung der Mannschaft, auch wenn wir in der ersten Halbzeit wirklich unsere Probleme hatten. Aber ich habe immer daran geglaubt, dass wir es schaffen können“, sagte Union-Coach Urs Fischer und Berlins Geschäftsführer Oliver Ruhnert ergänzte: „Unbeschreiblich. Die Mannschaft hat den schwersten Weg gewählt, den sie nehmen konnte.“


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