VfB Stuttgart

"Für einen Trainer ist das der Idealzustand"

Erstes Mannschaftstraining VfB Stuttgart Saison 2018/19_18
Sechs Neuzugängen standen am Dienstagvormittag auf dem Trainingsplatz an der Mercedesstraße. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart.
Vorbereitungsstart beim VfB Stuttgart und die Personalplanungen sind schon so gut wie abgeschlossen - wann hat es das zuletzt gegeben? Mit sechs Neuzugängen auf dem Rasen hat Trainer Tayfun Korkut am Dienstagvormittag erstmals auf dem Trainingsplatz gearbeitet. 

Dementsprechend gut gelaunt nahm sich der Stuttgarter Cheftrainer nach der ersten Einheit mit seiner Mannschaft  Zeit für einen kleinen Plausch mit den Journalisten. In entspannter Runde sprach der 44-Jährige über den Start in die Vorbereitung, die starken Leistungen von Benjamin Pavard bei der WM und die Ziele für die neue Saison.

Tayfun Korkut über…

…den Vorbereitungsstart: „Das Management hat gute Arbeit geleistet. Für einen Trainer ist das der Idealzustand, wenn so viele Transfers schon umgesetzt worden sind. Wir gewinnen dadurch Zeit. Die Spieler haben mehr Ruhe und können sich an den neuen Verein anpassen.“

…weitere Verstärkungen:  „Wir sind schon sehr weit. Der Michael (Reschke, der VfB-Sportvorstand; Anm. d. Red.) ist da weiter am Arbeiten. Ich will jetzt keine Wünsche äußern. Wir wollen im Kader eine gute Balance haben. Die Transferzeit läuft noch fast sieben Woche. Das ist eine sehr lange Zeit. Es kann noch was passieren, aber bis jetzt ist es sehr gut gelaufen.“

…die Zusammenarbeit mit Michael Reschke: „Wir sind bei allen Transfers relativ schnell auf einen gemeinsamen Nenner gekommen. Das ist sehr positiv verlaufen. Wir wussten relativ früh, was wir wollten.“

…den Abgang von Daniel Ginczek: „Bei diesem Transfer gab es drei Parteien: den Spieler, den VfL Wolfsburg und den VfB. Es gab eine Einigung und damit ist das für mich jetzt Vergangenheit. Ich blicke immer nach vorne.“

…die jüngsten beiden Neuverpflichtungen: „Wir sind variabler geworden. Gonzalo und Daniel können fußballerisch Akzente setzen und das ist ein Plus. Das hat in den Überlegungen vor den Transfers eine große Rolle gespielt. Zudem sind beide schon sehr erfahren. Dazu kommen die jüngeren Neuzugänge, die Dampf machen können. Die Mischung ist gut.“

…Benjamin Pavard: „Mein Wunsch ist, dass er bei der WM so weit wie möglich kommt. Letztendlich ist das auch eine Auszeichnung für den VfB. Danach wird er seinen Urlaub bekommen und dann gehe ich davon aus, dass er hier ist. Über sein Tor bin ich überrascht, aber gute Spieler können das (lacht). Ich freue mich, dass er gute Leistungen bringt.“

…die Zielsetzung für die neue Saison: „Absolutes Ziel ist es, an die Leistung der letzten Monate anzuknüpfen. Was uns das dann in Punkten bringt, wird man sehen. Wenn in sieben Wochen der Startschuss fällt, soll die Mannschaft an die absolute Leistungsgrenzen gehen können. Nur dann haben wir die Möglichkeit, erfolgreich zu sein.“

…die Spiele der WM in Russland: „In Spanien gibt es ein Sprichwort: „Jede Mannschaft ist eine Gruppe, aber nicht jede Gruppe ist eine Mannschaft“ – und das sieht man bei dieser WM. Es ist unheimlich wichtig, dass man die Sache zusammen anpackt. So sind auch wir hier beim VfB gestartet.“


Löw bleibt Bundestrainer, Korkut ist erfreut

  • Joachim Löw bleibt weiter Trainer der deutschen Nationalmannschaft und das stößt bei Tayfun Korkut auf Zustimmung: "Das freut mich. Wegen der Arbeit, die die ganzen Jahre geleistet worden ist."
  • "Man sollte nicht vergessen, wohin sich der deutsche Fußball in dieser Zeit entwickelt hat. Auch Löw hat daran seinen Anteil", sagte Korkut.
  • Löw war von 1998 bis 1999 Trainer von Fenerbahçe Istanbul und trainierte dort den Spieler Tayfun Korkut. „Carlos Alberto Parreira, mein erster Trainer bei Fenerbahçe Istanbul und brasilianischer Weltmeistertrainer, Jogi Löw und natürlich auch Vicente del Bosque haben mich sehr beeindruckt und geprägt. Diese drei waren vor allem in der Mannschaftsführung für mich sehr wichtig", sagt der Stuttgarter heute.